Bauarbeiten schreiten voran

Erstaufnahmeeinrichtung in Neukirchen: Platz für 500 Flüchtlinge

Ortsbesichtigung: Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich (Mitte) machte sich mit Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverwaltung ein Bild von der künftigen Erstaufnahmeeinrichtung im Urbachtal. Fotos: Haaß

Neukirchen. Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich machte sich mit Mitgliedern des Magistrats und der Verwaltung ein Bild von der künftigen Erstaufnahmeeinrichtung im Urbachtal.

Mit dabei war auch Pfarrerin Nora Dinges. Es handelte sich am Montagnachmittag bereits um den dritten Ortstermin während der Bauphase. Um eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, hatte Neukirchens Stadtoberhaupt neben dem niederländischen Bauträgern erstmals auch Vertreter der Presse zu dem Baustellengespräch eingeladen.

Da sich die Niederländer eine Dreiviertelstunde verspäteten, nutzten Magistrat und Bürgermeister die Gelegenheit und machten sich zunächst auf eigene Faust einen Eindruck von der für rund 500 Menschen ausgelegten Einrichtung.

Letzte Feinarbeiten

Überall auf dem Gelände legten Bauarbeiter letzte Hand an die Leichtbauhallen. Elektroleitungen wurden verlegt, Rauchwarnmelder installiert. Die unter der Regie des Landes Hessen aufgebauten Hallen verfügen über isolierte Wände, einen Holzfußboden und ein mit warmer Luft befüllbares Zeltdach – alles wirkt massiv, haltbar und vor allem langlebig.

Um überhaupt eine ebene Fläche zu bekommen, hatte einer niederländischen Baufirma zuvor über sechs Meter Erde abtragen müssen. Mittlerweile stehen auf dem Areal fünf jeweils 600 Quadratmeter große Hallen. Ein Zaun zieht sich um das gesamte Gelände, ein Sicherheitsdienst ist ebenfalls vor Ort. „Am 15. Dezember soll die Erstaufnahmeeinrichtung fertig sein“, sagte Neukirchens Bürgermeister.

Baufirma hält sich bedeckt

Bald sollen dort Flüchtlinge unterkommen: Die Leichtbauhallen auf dem Gelände im Urbachtal stehen bereits.

Die für den Bau der Infrastruktur verantwortlichen Holländer Rob Wolbers und Hank Huis-Intvelt verspäteten sich eine Dreiviertelstunde und zeigten sich über die Anwesenheit von Pressevertretern sichtlich irritiert. Erst nachdem Bürgermeister Klemens Olbrich denbeiden Männern eine regelrechte Standpauke über den Umgang mit Informationen in einer demokratischen Gesellschaft erteilt hatte, beantworteten die Niederländer die Fragen der Journalisten.

Im Grunde seien sie mit ihrer Arbeit fertig und das Land Hessen habe auch schon bezahlt. Ein Mietvertrag zwischen Vermieter und Mieter bestehe, sagte Rob Wolbers. Eine Information, welche Neukirchens Bürgermeister offensichtlich überraschte. Rob Wolbers und seinem Kollegen war der ganze Termin augenscheinlich einfach nur lästig.

Offene Forderungen

Dass seitens der Stadt Neukirchen gegenüber dem niederländischen Besitzer der ehemaligen Rehaklinik nach wie vor Forderungen in Höhe von 380.000 Euro bestehen, kommentierte Wolbers schulterzuckend. Er habe das Geld nicht, erklärte der Bauträger und griff sich dabei lächelnd in die Hosentasche.

Klemens Olbrich zeigte sich über den Verlauf des Projekts Erstaufnahmeeinrichtung verärgert: „Wir vermissen neben wohlmeinenden mündlichen Erklärungen, Schriftsätze, die das Gesagte untermauern.“

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