Schüler der Steinwaldschule drehten ihre eigenen Filme

Perfekte Vorbereitung: Für ihre Rollen in einem Video haben sich (von links) Moana Schüler, Jessica Sadowski und Hannah Ritter geschminkt und verkleidet. Foto: Hildebrand

Neukirchen. Der Offene Kanal Gießen ist seit Montag Gast der Steinwaldschule Neukirchen. Dort findet eine Projektwoche statt, der Fernsehsender unterstützt die Schüler der zehnten Klasse bei der Produktion von eigenen Videos.

Videokameras, Mikrofone und Computer: Das Team vom offenen Kanal reiste mit viel Equipment nach Neukirchen. In Zusammenarbeit mit der Universität Marburg produzierten die Schüler der Steinwaldschule fünfminütige Kurzfilme zum Thema der Projektwoche, „Gesichter der Erde“.

Lehramtstudenten der Marburger Universität halfen den Jugendlichen dabei. „Davon konnten alle profitieren“, erklärte Markus Immel vom Offenen Kanal Gießen. „Die Studenten konnten praxisnah mit den Schülern arbeiten, die Jugendlichen lernten in lockerer Atmosphäre den Umgang mit den Medien“, führte Immel weiter aus.

Erstmals werden die entstandenen Filme am Freitag, 19 Uhr, im Atrium der Steinwaldschule präsentiert. Anschließend werden sie vom Offenen Kanal Gießen ausgestrahlt und anschließend in eine Mediathek übernommen.

Das Videoprojekt fand an der Steinwaldschule bereits zum dritten Mal statt. Den Kontakt mit der Universität Marburg stellte Ayse Gülmez-Toptas her, die eine halbe Stelle an der Schule in Neukirchen besetzt und zudem am Institut für Sozialpädogik der Universität Marburg arbeitet.

„Glücklicherweise konnten wir dann als Partner noch den Offenen Kanal Gießen gewinnen. Die Schule allein hätte nicht so viel Material für die Videoproduktion zur Verfügung stellen können“, sagte sie. Bei den Schülern kam das Filmen und Schneiden der Videos gut an. „Das Spielen vor der Kamera hat sehr viel Spaß gemacht. Außerdem war es immer lustig, wenn eine Szene schiefgelaufen ist“, erzählte der Schüler Marcel Klein.

Die Videoproduktion war eines von 24 Projekten, welche die Schule während der Projektwoche angeboten hatte.

Unter anderem traf sich eine Gruppe von Schülern täglich mit gleichaltrigen Asylbewohnern aus Schwarzenborn. Durch gemeinsame Aktivitäten lernten sich die Jugendlichen besser kennen und räumten mit Vorurteilen auf. Lehrer Werner Wagner war mit den Ergebnissen der Arbeit zufrieden: „Das Feedback der Schüler hat gezeigt, dass sie nach dieser Begegnung ein wesentlich besseres Verständnis für Asylbewohner haben.“

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