Spielverlegung wegen Coronakrise 

Gefeiert wird später: Partie gegen Traditionsmannschaft aus Dortmund auf 2021 verschoben

Saniert: Das Steinwaldstadion in Neukirchen. Die Knüllkampfbahn wird nicht weiter vom SC Neukirchen genutzt.
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Saniert: Das Steinwaldstadion in Neukirchen. Die Knüllkampfbahn wird nicht weiter vom SC Neukirchen genutzt.

Auch die eigentlich längst geplante Belebung des runderneuerten Steinwaldstadions in Neukirchen fällt in Coronazeiten so ganz anders aus, als geplant und erhofft.

Und selbst die feierliche Außerdienststellung der Knüllkampfbahn mit einer Partie der Traditionsmannschaften des SC Neukirchen und Borussia Dortmund ist ein Opfer der Krise. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wie es in einer Mitteilung heißt, gibt es ein Ersatzdatum im kommenden Jahr, dann werde am Samstag, 19. Juni 2021 gespielt, und zwar im sanierten Steinwaldstadion.

Ersatztermin steht bereits fest

Am 20. Juni hätte das letzte Spiel auf dem Platz im Stadtpark gegen die Traditionsmannschaft von Borussia Dortmund ausgetragen werden sollen, der Vorverkauf war angelaufen. Und es soll damit nun auch nahtlos weitergehen, da der Ersatztermin bereits steht. Das Spiel werde jedoch nächsten Sommer definitiv im frischsanierten Steinwaldstadion stattfinden, das von den Neukirchener Sportlern schon jetzt sehr gelobt wird. Es sei überlegt worden, das Spiel dennoch auf dem alten Platz anzupfeifen, doch dies wäre mit zu hohen Kosten verbunden. Man sei stolz auf die Historie, doch die Zukunft sei noch wichtiger. Alle Mittel sollten besser in das Steinwaldstadion und die Pflege der beiden angrenzenden Rasentrainingsplätze gesteckt werden.

Knüllkampfbahn wird vom SC Neukirchen in Zukunft nicht mehr genutzt 

Die Sportler des SC hatten in Gesprächen vor Jahren zugestimmt, dass das Steinwaldstadion renoviert werden sollte und es folglich zur Hauptaustragungsstätte des Trainings- und Spielbetriebes werden würde – dass also die Knüllkampfbahn zukünftig nicht mehr vom SCN genutzt wird.

Auf HNA-Nachfrage berichtete Bauamtsleiter Michael Slabon, dass die sanierte Anlage vor einiger Zeit in Teilen freigegeben wurde. Weitere Arbeiten seien noch am Vereinsgebäude geplant. Für insgesamt 70 000 Euro sollen die Kabinen, die Küche sowie der Gesellschaftsraum renoviert werden, einen Großteil dieser Arbeiten erledigen die Vereinsmitglieder des SC in Eigenleistung. Der Verein hat einen Pachtvertrag über 25 Jahre unterschrieben und ist für diesen Zeitraum der hauptverantwortliche Nutzer des Geländes. Ab Sommer dieses Jahres können dann auch die Leicht- und Triathleten des SC Neukirchen sowie die Schüler der Steinwaldschule die Anlagen nutzen. Nach einer langen Planungsphase, der Beantragung der Fördergelder durch den Kreis und das Land hatte die Sanierung im Sommer 2019 begonnen, ausgeführt von dem Sportstättenbau-Unternehmen Klei aus Baunatal. Was das notwendige Granulat angeht, wurde in Neukirchen noch rechtzeitig umgesteuert, als das konventionelle, mikroplastikbelastete in Verruf geriet. Unter der Führung von Michael Slabon sowie dem Planungsbüro Ledermann wurde auf unbedenkliches Kork-Granulat umgestiegen.

Kartenvorverkauf für das Spiel an 19. Juni 2021: 8 Euro (Kinder zahlen ab 12 Jahren) bei Intersport Gundlach Treysa (Bahnhofstraße 28), „Buch am Markt“ in Neukirchen (Kurhessenstraße 13) und der Allianz-Hauptvertretung Martin Krauß in Frielingen (Frielinger Straße 21 B). Zudem können Karten über vorverkauf@sc-neukirchen.net vorbestellt werden.

Hintergrund 

Nach Jahren am Ziel: 1,3 Millionen Euro wurden investiert

Der Kunstrasenplatz im Neukirchener Steinwaldstadion mit Tartanbahn und Vereinsgebäude wurde in den Jahren 1988 bis 1990 erbaut. Bis zur Saison 2008/09 wurde der Sportplatz von den Fußballern und Leichtathleten des SC Neukirchen sowie den Kindern der benachbarten Steinwaldschule genutzt. Durch die intensive Beanspruchung litt der Untergrund des Kunstrasenplatzes in den Folgejahren so stark, dass er 2009 nicht mehr bespielbar war und die Stadt Neukirchen ihn, auch unter Sicherheitsaspekten, sperrte. Im November 2016 fanden dann erste Gespräche zwischen der Stadt und dem SC Neukirchen statt. In diesen Tagen wird nun voraussichtlich die Abnahme und die Übergabe erfolgen. Die Kosten für das ganze Projekt belaufen sich auf über 1,3 Millionen Euro. Der Kostenanteil des SC Neukirchen beträgt 8000 Euro, das Land beteiligt mit 200 000 Euro. Stadt und Kreis haben sich darauf geeinigt, die restlichen Kosten so zu teilen: Neukirchen 59 Prozent oder 661 000 Euro, Kreis 41 Prozent, rund 460 000 Euro.

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