In Neustadt entsteht eine Erstaufnahmestelle für 500 Flüchtlinge

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Neustadt. In Neustadt entsteht eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Dort sollen Asylbewerber für vier bis sechs Wochen untergebracht werden.

Mindestens 500 Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten könnten zukünftig in einer ehemaligen Bundeswehr-Kaserne wohnen, bevor sie auf die Landkreise verteilt werden.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne soll zukünftig als Flüchtlingsheim dienen, sie liegt am Stadtrand Neustadts in Richtung Stadtallendorf. Das geht aus einer Mitteilung des hessischen Sozialministeriums hervor. Bis 2008 war dort die Panzerbrigade 14 stationiert, danach diente das Gelände als Ausweichquartier der Bundeswehr. Seit 2013 steht die Kaserne leer, Sanierungen sind nötig.

Ina Velte, stellvertretende Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Gießen, teilte auf HNA-Anfrage mit, dass das Gelände in zwei Phasen belegt wird. So werden bis Ende März 300 Menschen in zwei Gebäuden untergebracht werden. Ihnen steht eine Kantine sowie ärztliche und soziale Betreuung zur Verfügung. Strom, Heizung, Wasser funktioniere in den Gebäuden.

Bis Ende des Jahres werden dann die restlichen Gebäude für 10 Millionen Euro saniert, so dass nach und nach insgesamt 500 Flüchtlinge in der Kaserne unterkommen. „Die genauen Zahlen stehen allerdings noch nicht fest“, sagte Ina Velte.

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll sagte auf HNA-Anfrage: „Wir bekommen einen neuen Stadtteil hinzu, das ist eine große Herausfordernung.“ In einer Informationsveranstaltung Ende Februar soll über den Zeitraum der Belegung sowie die Zahl der Menschen, die in die Kaserne einziehen sollen, gesprochen werden.

In Neustadt leben derzeit 100 Flüchtlinge, darunter sind Familien. 70 junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren wohnen in einem ehemaligen Aussiedlerheim. Die Stadt hat insgesamt 8400 Einwohner.

Von Claudia Schittelkopp

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