Noch keine Flüchtlinge im Urbachtal

Bild aus Glanzzeiten: Dieses Poskartenmotiv zeigt die ehemalige Reha-Klinik vor mehr als zehn Jahren. Repro: HNA

Ab heute waren Asylbewerber erwartet worden: Erstaufnahme soll jetzt erst später belegt werden

In diesem Jahr werden keine Flüchtlinge mehr an der ehemaligen Reha-Klinik im Urbachtal in Neukirchen einziehen. Das teilte das Regierungspräsidium in Kassel auf Anfrage der HNA mit. Ursprünglich war geplant, dass ab dem heutigen 15. Dezember die ersten Asylbewerber die in Leichtbauweise errichteten Hallen beziehen könnten.

Probleme bereitet offenbar immer noch die Organisation der Wasserversorgung. Eine funktionierende Wasserleitung zur Liegenschaft gibt es nicht. Die Stadt Neukirchen ist aufgefordert, eine Leitung zu errichten. Übergangsweise ist eine mobile Wasserversorgung geplant. Von Hauptschwenda aus soll das Wasser mit Tankwagen in die Einrichtung transportiert werden. Dort stehen Wasserbassins mit einem Fassungsvermögen von jeweils 20 Kubikmeter zur Verfügung. Für den Brandschutz befüllte die Feuerwehr bereits einen Teich mit Wasser.

An den Bau einer Wasserleitung hatte die Stadt Neukirchen Bedingungen geknüpft. Die sieht Bürgermeister Klemens Olbrich mit einem Vertrag, den das Land mit dem niederländischen Eigentümer abschließen will, auf einem guten Weg. Unter anderem wird erwartet, dass die Grundsteuerschuld des Niederländers beglichen wird. Da nun zum Stichtag 31. Dezember keine Flüchtlinge in der Erstaufnahme in Neukirchen sind, kann die Stadt nicht mit einer entsprechenden Förderung aus dem Kommunalen Finanzausgleich rechnen, so Olbrich.

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