Bürgermeisterwahl in Oberaula: Wagner will es wieder wissen

Auf dem roten Sofa im häuslichen Wohnzimmer: Klaus Wagner will für weitere sechs Jahre Oberaulaer Bürgermeister sein. Seine Frau Ilona Battenberg-Wagner mochte lieber nicht mit aufs Foto.

Olberode. Die Aussicht ist ihm wichtig: Vom ausgedehnten Balkon vor dem behaglichen Wohnzimmer sieht Klaus Wagner (54) bei optimaler Fernsicht den thüringischen Inselsberg. „Schöne Aussicht“ lautet denn auch die Adresse in seinem Geburtsort Olberode.

Die Aussicht, nach dem Erfolg in 2009 ein zweites Mal zum Bürgermeister gewählt zu werden, gefällt ihm nicht minder. Einen Gegenkandidaten gibt es diesmal nicht.

Damit habe er bis zum Meldestichtag am 28. Dezember nicht wirklich gerechnet, jetzt wird er sich an sich selbst messen müssen. Beim vorigen Mal habe er zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinigen können, „aber dass mich nicht alle wählen, ist mir bewusst“. Man könne es nun mal nicht jedem der knapp 3200 Oberaulaer recht machen. Auf Wahlplakate verzichtet er, sein Flyer soll aber jeden Haushalt erreichen. Die Reihe von Infoveranstaltungen in jedem Ort hat begonnen.

Wagner ist mit seiner Bilanz zufrieden, wenn er auch kaum fassen kann, wie schnell die sechs Jahre vergangen sind. Die Schaffung des Sozialzentrums und der Rettungswache nennt er als die gewichtigsten Resultate, „das sind Highlights“. Die Freude an den wiederkehrenden Terminen, der Kontakt mit vielen Menschen und die Aufgaben überwögen ganz klar, im Gegensatz dazu könne es schon desillusionierend sein, wie lange Dinge im Verwaltungsapparat sich hinschleppen können.

Der Chef im Rathaus ist Klaus Wagner gern, als ausführendes Organ fühlt er sich richtig am Platz: „Ich bezeichne mich ausdrücklich nicht als Politiker.“ Stark geprägt fühlt sich der Elektro-Ingenieur von seiner Zeit als Seminarleiter: „Da habe ich selbst am meisten gelernt.“

In Form fühlt er sich jedenfalls für die nächste Runde, nicht nur, weil er in den letzten Monaten abgespeckt hat - immerhin 17 Kilo.

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