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Gemeinde Oberaula hat Plan für die Zukunft

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Von: Christine Zacharias

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In Oberaula stehen in diesem Jahr viele Grundsatzentscheidungen an, die die Gemeinde weiter nach vorn bringen sollen. Archiv
In Oberaula stehen in diesem Jahr viele Grundsatzentscheidungen an, die die Gemeinde weiter nach vorn bringen sollen. Archiv © Sandra Rose

Es ist viel in Bewegung in Oberaula in diesem Jahr.

Oberaula - Neben dem Großprojekt, dem Bau eines gemeinsamen Feuerwehrstützpunkts für die Oberaulaer Feuerwehren, der an der Straße nach Hausen entsteht und bis zum Herbst fertiggestellt werden soll, gibt es zahlreiche weitere Projekte, die auf die Zukunft Oberaulas ausgerichtet sind.

 Zukunft Innenstadt

Dazu gehört zum Beispiel das Programm „Zukunft Innenstadt“, in das Oberaula als einer der kleinsten Teilnehmer aufgenommen wurde, erläutert Bürgermeister Klaus Wagner. Dabei sollen nicht nur konkrete Projekte umgesetzt werden, wie zum Beispiel der Bau eines Wasserspielplatzes oder ein neues innerörtliches Beschilderungssystem, das sowohl Einheimischen als auch Gästen helfen soll, es entsteht auch ein neues Leitbild für die Zukunft Oberaulas. Darin wollen Kommunalpolitiker und Bürger gemeinsam beschreiben, wie sich ihre Gemeinde in den kommenden Jahren weiter entwickeln soll, welche Schwerpunkte gesetzt und wo etwas verändert werden soll. Dazu findet am Mittwoch, 11. Januar, ab 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle eine Ideen-Werkstatt statt, zu der alle Oberaulaer willkommen sind. Bis zum Herbst soll das Leitbild abgeschlossen sein. Insgesamt fließen über das Programm „Zukunft Innenstadt“ 250 000 Euro in die Gemeinde.

Kulturkirche

Mit relativ kleinem Aufwand rechnet Bürgermeister Wagner für die Umgestaltung der katholischen Kirche zum Veranstaltungsraum. Der Notarvertrag über den Verkauf an die Gemeinde solle in den nächsten Wochen unterzeichnet werden. Das Kirchengebäude sei weitgehend leer geräumt. Jetzt müsse nur noch ein wenig frische Farbe an die Wände und eine neue Bestuhlung beschafft werden, dann könnten im Sommer die ersten Veranstaltungen dort stattfinden.

Zusammenarbeit

Ein weiteres Zukunftsprojekt mit offenem Ausgang wird gerade mit einer Machbarkeitsstudie untersucht. In vielen Gemeinden wird derzeit über interkommunale Zusammenarbeit nachgedacht, im südlichen Knüll ist man schon einen Schritt weiter. Der Gemeindeverwaltungsverband der Gemeinden Ottrau und Oberaula sowie der Stadt Neukirchen existiert bereits seit 2009 und funktioniert zunehmend besser, erläutert Bürgermeister Wagner. Es gibt ein gemeinsames Bauamt, eine gemeinsame Kasse, auch Lohnbuchhaltung und Standesamt gibt es nur einmal für alle drei Kommunen.

Die Bilanz sei, so betont Wagner, ganz überwiegend positiv. Seit die Finanzverwaltung zusammengelegt worden sei, habe es richtig geruckt, zum Beispiel bei den Jahresabschlüssen. Für die Mitarbeiter böten sich neue Karrieremöglichkeiten durch die größeren Abteilungen. Zudem sei die Arbeit effektiver, weil sie sich intensiver mit ihren jeweiligen Fachgebieten auseinandersetzen könnten.

Nun wird geprüft, ob die Zusammenarbeit der drei Kommunen weiter intensiviert werden sollte, bis hin zu einer möglichen Fusion. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen den Kommunalpolitikern, während einer gemeinsamen Sitzung, Ende Januar vorgestellt werden. Danach werde das Thema in allen Kommunen auf allen Ebenen ausführlich beraten, bei Bedarf bis hin zu einem Bürgerentscheid, sagt Wagner.

Ganz entscheidend für das Gelingen des Projekts sei die Akzeptanz in der Öffentlichkeit, ist sich Wagner bewusst. Gegen den Widerstand der Oberaulaer, Ottrauer und Neukirchener könne eine Fusion nicht erfolgreich sein.

Von Christine Zacharias

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