Spielen wenn nur allein möglich

Ungeduld unter den Golfern wächst: Wunsch nach Eröffnung der Plätze ist groß

Kümmern sich auf Abstand um die Außenanlagen: von links Marianne Jütte, Edeltraut Velde, Monika Sattler und Helena Hornung.
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Kümmern sich auf Abstand um die Außenanlagen: von links Marianne Jütte, Edeltraut Velde, Monika Sattler und Helena Hornung.

In zehn Bundesländern darf in der Corona-Krise wieder Golf gespielt werden – Hessen gehört nicht dazu. Über den Flickenteppich der Lockerungen wächst nun der Unmut unter den Golfern.

„Die Ungeduld unter den Mitgliedern ist deutlich zu spüren und ja, manchen fehlt auch das Verständnis. Ich kenne kaum eine Sportart, in der Abstandsregeln besser eingehalten werden können“, sagt Jürgen Sattler, Präsident des Kurhessischen Golfclubs Oberaula-Bad Hersfeld.

Start am 11. Mai? 

Zwar habe sich der Hessische Golfverband bereits intensiv um eine Öffnung der Anlagen bemüht, eine Entscheidung wird aber erst zum 10. Mai erwartet. Der Verband schreibt: „Trotz der intensiven Lobbyarbeit muss man nüchtern feststellen, dass der Amateur- und Breitensport im Allgemeinen sowie die Freiluftsportarten im Besonderen trotz der bisher gezeigten uneingeschränkten Solidarität, einleuchtender Sachargumente hinsichtlich Risikoarmut und detailliert ausgearbeiteter Hygienekonzepte und Leitfäden für den Sport- und Spielbetrieb im politischen Kalkül offensichtlich eine untergeordnete Rolle spielen“. 

Platz auf Vordermann gebracht

In Oberaula hat man die Zeit genutzt, um – unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln – den Platz für die Saison auf Vordermann zu bringen. Dazu zählt das Aerifizieren, also das Belüften des Rasens, auch wurden laut Sattler die Grüns gelocht, Flächen besandet und Bunker bearbeitet.

Sollte der Golfclub wieder öffnen dürfen – in Oberaula rechnet man für Montag damit – gelten besondere Regeln des Verbandes. Dazu zählt der Mindestabstand, auch Desinfektionstationen wurden mittlerweile installiert. Das Sekretariat ist zwar besetzt, Mitarbeiter und eintretende Mitglieder sind aber durch eine Plexiglaswand geschützt.

Spielen nur unter besonderen Regeln möglich

„Spielen darf man nur nach Voranmeldung, allein oder mit maximal zwei Personen, die aus einer Familie kommen müssen“, erläutert Sattler.

Umkleiden wie auch Duschen sowie Ballwascher sind aus hygienischen Gründen gesperrt, Fahnen dürfen nicht mehr raus genommen werden, Rechen im Bunker wurden entfernt. Ein Startzeitensystem soll dafür sorgen, dass sich die Spieler nicht begegnen. Auch bei der Driving Range, der Übungswiese, wurde dafür gesorgt, dass die Matten weit genug auseinander liegen.

Turniere fallen bis auf Weiteres aus 

Auch liegen gebliebene Reparaturen konnten jetzt erledigt werden: Dazu zählt die Verlegung einer neuen Dränage und eine Instandsetzung des Beregnungssystems. Die Gastronomie auf der Anlage darf bis auf Weiteres nur außer Haus liefern. „Wir werden in gebührender Entfernung wenige Tische aufstellen, um dort nach dem Spiel noch etwas essen zu können. Versammlungen müssen aber unbedingt vermieden werden“, stellt der Präsident klar. Turniere wird es vorerst nicht geben, Einzelunterricht mit dem Trainer soll aber möglich sein.

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