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Simon Minch bei „World Amateur Golfers Championships“ in Malaysia dabei

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Von: Sandra Rose

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Amateur-Golfer Simon Minch (rechts) reist im November nach Kuala Lumpur, um Deutschland zu vertreten, hier im Bild mit Präsident Jürgen Sattler.
Amateur-Golfer Simon Minch (rechts) reist im November nach Kuala Lumpur, um Deutschland zu vertreten, hier im Bild mit Präsident Jürgen Sattler. © Sandra Rose

Simon Minch ist bei der „World Amateur Golfers Championships“ in Malaysia dabei. Im November reist der Golfer nach Kuala Lumpur, um Deutschland zu vertreten.

Oberaula – Mit sportlichen Erfolgen kennt sich Simon Minch aus. Und mit dem Druck, der in Wettkampfsituationen auf Sportlern lastet, auch. Mit dem kann der 52-jährige Oberaulaer gut umgehen. Das hat der Golfer nicht nur auf dem Grün in Oberaula bewiesen, in wenigen Wochen wird er mit den besten Amateuren Deutschlands in Malaysia starten und sich gegen die Teams aus aller Welt messen – Minch startet bei „World Amateur Golfers Championship“ (WAGC), Austragungsort ist diesmal Kuala Lumpur.

Für den gebürtigen Iren, früher äußerst erfolgreichen Reiter – unter anderem in der Vielseitigkeit – und Trainer bedeutet das, Koffer packen und sich mit elf weiteren Amateurgolfern auf den Weg nach Malaysia zu machen. Der jährlich stattfindende Wettkampf war im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausgefallen. Jedes Land stellt nach dem Reglement sechs Finalisten, der ausgefallene Wettbewerb wird jetzt nachgeholt.

Spieler aus der ganzen Welt stehen auf den Grüns im Mittelpunkt – mit Simon Minch kann der Kurhessische Golfclub Oberaula erstmals einen Vertreter als Repräsentanten schicken. Qualifiziert hatten sich Spieler in fünf verschiedenen Handicap-Klassen. Wie Clubmanager Frank Gerhard berichtet, war Minch bei seiner Qualifikation bereits in brillanter Form. „Er ist nervenstark und bereitet sich akribisch vor – schon jetzt macht er sich mit den Anlagen in Kuala Lumpur vertraut, das macht er schon genial.“ Dass Gerhard einen Überblick hat, liegt auch daran, dass der Oberaulaer Club seit zwei Jahren Austräger des WAGC-Deutschlandfinales ist. Fürs Golfen gelten weltweit einheitliche Regeln. Allerdings gibt es wohl verschiedene Systeme zur Berechnung des Handicaps. Als echte Golfnationen bezeichnet Gerhard England und Schottland, auch Schweden entwickele sich stark – und in den USA sei der Golfcart in fast jeder Garage zu finden. Laut einer schwedischen Studie lebten Golfer durchschnittlich sieben Jahre länger, erklärt der Clubmanager und ist überzeugt, dass das vor allem an der Bewegung an der frischen Luft liege.

Ein Traum geht in Erfüllung

Für Simon Minch, der das Gestüt Höny-Hof in Hausen leitet, geht mit der Teilnahme ein Traum in Erfüllung, an den er kaum zu denken wagte: „Ich habe in Irland gespielt, dann aber wegen einer schweren Knieverletzung 20 Jahre lang nicht gespielt“, sagt der 52-Jährige, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt. Erst im vergangenen Jahr habe er wieder mit dem Sport begonnen. Schon der Schnupperkurs habe ihm die Leidenschaft für den Sport zurückgebracht. „Das Virus hat mich wieder gepackt“, sagt er schmunzelnd. Letztlich trete in Malaysia nicht nur für sich selbst an, sondern vor allen für den Club – und für Deutschland, erklärt Minch, nicht ohne Stolz.

Der Wettbewerb biete ihm außerdem die einmalige Chance, das Tourgefühl, wie es ein Profigolfer erlebt, nachempfinden zu können. Zudem sei es ein fantastisches Erlebnis, Sportler aus aller Welt zu treffen. Er wolle die Reise in vollen Zügen genießen, „aber das kann ich erst, wenn der letzte Ball im 72. Loch ist“, erklärt der 52-Jährige. Tatsächlich geht es im Weltfinale der Amateure nicht um Preisgeld, sondern um Ruhm und Ehre. Inwieweit sich Minch mit der Spitze messen kann, wird sich zeigen – aber ehrgeizig ist er: „Ich will ein ordentliches Ergebnis einfachen – das bin ich schon meiner Frau und den Kindern schuldig, die mich fabelhaft unterstützen.“ (Sandra Rose)

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