Neue Bleibe für die Familie

Nach Brand in Oberaula ist das Wohnhaus unbewohnbar

Bei einem Brand am Pfingstsonntag in Oberaula hat die Familie Rostas ihr Hab und Gut verloren. Ein Nachbar hatte sie geweckt.
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Bei einem Brand am Pfingstsonntag in Oberaula hat die Familie Rostas ihr Hab und Gut verloren. Ein Nachbar hatte sie geweckt.

Zwei Familien haben bei einem Brand am Pfingstsonntag in Oberaula ihr Hab und Gut verloren. Die Eltern und zwei Kinder im Alter von zweieinhalb und fünf Jahren blieben unverletzt.

Oberaula - „Ein Nachbar hat uns geweckt, da brannte der Dachstuhl schon lichterloh“, erzählt Hausbesitzer Stefan Rostas. Ob das ausgebrannte Haus wieder aufgebaut werden kann, ist noch völlig unklar. Aktuell lebt die Familie in einem Ferienhaus im Ortsteil Olberode. „Der Nachbarschaftshilfeverein Gemeinsam für Oberaula hatte die Familie mit dem Nötigsten wie Wäsche versorgt“, berichtet Bürgermeister Klaus Wagner.

Schnell war klar, dass das Ferienhaus nur eine Behelfsunterkunft sein kann. Spätestens Mitte Juni muss die Familie dort wieder ausziehen. Daraufhin hatte die Gemeindeverwaltung in den Sozialen Medien einen Aufruf gestartet. Darin appelierte der Bürgermeister: „Leider kann jeder von uns unverschuldet in eine solch schlimme Situation geraten. Es ist dann sehr tröstlich und hilfreich für die Betroffenen, wenn sie von ihren Mitmenschen Unterstützung erfahren und konkrete Hilfe erhalten.“ Mögliche Vermieter sollten sich melde, auch weitere Hilfsangebote waren willkommen. Denn auch vom Mobiliar konnte die Familie nichts retten. Für Stefan Rostas und die anderen Familienmitglieder ist die aktuelle Situation enorm belastend: „Wir möchten gern in Oberaula bleiben, wir fühlen uns hier wohl“, erzählt er. Die Familien kamen vor vier Jahren aus Rumänien in den Knüll.

Aus der Oberaulaer Nachbarschaft haben sie Hilfe bekommen – eine Bekannte lieh den Familien ein zweites Auto, damit sie mobiler sind. Auch der Bürgermeister habe sie schon in Olberode besucht, berichtet Rostas. Immer wieder fahre er nach Oberaula und blicke voller Bestürzung auf die Brandruine: „Rausholen konnten wir nichts, es ist alles kaputt.“ Die Polizei beziffert den Schaden auf 100 000 Euro, die Schadensursache konnte nicht ermittelt werden, Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gibt es nicht, teilt die Kripo mit. Nun sieht es wohl so aus, als würde sich die Situation entspannen: Wie die Familie mitteilt, habe sie glücklicherweise selbst eine Wohnung in der Umgebung gefunden. „Jetzt können wir neu anfangen – das ist gut“, sagt Stefan Rostas. (Sandra Rose)

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