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Neubau des Feuerwehrstützpunktes Oberaula im Plan

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Von: Sandra Rose

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Das Foto zeigt einen lang gestreckten Bau mit Flachdach. Das Haus trägt die Aufschrift „Feuerwehr Oberaula“.
So soll es aussehen, das neue Feuerwehrhaus in Oberaula: Die Planungen stammen vom Architekturbüro Hess aus Neuenstein. © Architekturbüro Hess

In Oberaula wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Damit fusionieren in der Kommune nahezu alle Feuerwehren an einem Standort.

Oberaula – Das Dach ist drauf auf dem neuen Feuerwehrstützpunkt der Gemeinde Oberaula, kürzlich war Richtfest für das Projekt. Wir schauen auf den Baufortschritt, den Zeitplan und vor allem die Kosten.

Wie wirken sich die explodierenden Baukosten auf den Kostenrahmen aus?

Wie Bürgermeister Klaus Wagner mitteilt, wird aktuell in den Gremien im Gemeindevorstand und Feuerwehrkommission über die Kostenentwicklung beraten. Erst nach diesen internen Gesprächen, an denen auch die beteiligten Büros teilnehmen, werde er öffentlich zu dem Kostenrahmen Stellung nehmen können.

„Nach allem, was wir bisher wissen, werden wir jedoch unter der Baupreisindexsteigerung bleiben, obwohl wir einige, ursprünglich nicht geplante, Maßnahmen zusätzlich umsetzen, etwa eine Brandmelde-, eine Einbruchsmelde- und eine Be-/Entlüftungsanlage“, sagt Wagner. Der Kostenrahmen für das Großprojekt wurde im Herbst 2019 von der Gemeindevertretung auf 3,5 Millionen Euro festgelegt.

Ist der Bau im Zeitplan und für wann ist der Umzug geplant?

Der Bau ist voll im Zeitplan. Im kommenden Winter/Frühjahr werden die weiteren Gewerke nach und nach ausgeschrieben und beauftragt. Die Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses soll im Herbst 2023 erfolgen.

Vorgesehen ist eine Fahrzeughalle mit Stellplätzen für sechs Fahrzeuge, dazu Umkleiden und Sanitärräume sowohl für Frauen als auch für Männer. Für den Neubau soll möglichst wenig Fläche versiegelt werden, deshalb entsteht ein Zweigeschosser.

Sollte künftig der Strom ausfallen, sind Feuerwehrhäuser in den Orten die Notanlaufstation (Leuchtturmkonzept) – wie wird das dann in Oberaula gehandhabt?

Man sei seit geraumer Zeit in der Vorbereitung auf mögliche Stromausfälle, heißt es aus dem Rathaus. Der Gemeindevorstand habe das durch die Verwaltung erstellte Konzept beschlossen. Demnach werden die Wasserver- und -entsorgung, die Feuerwehrhäuser und voraussichtlich die Dorfgemeinschaftshäuser (in Ortsteilen ohne örtliche Feuerwehr) für eine Notstromversorgung vorbereitet.

In der Kerngemeinde wird zusätzlich die Mehrzweckhalle für eine Notstromversorgung vorbereitet. Der Kreis fördert die Maßnahmen, voraussichtlich im kommenden Jahr sollen sie umgesetzt werden.

Gibt es Überlegungen, beim Bau Kosten einzusparen?

Die Bauverwaltung des Gemeindeverwaltungsverbandes, die beteiligten Büros und auch die Mitglieder der Feuerwehrkommission sind damit beschäftigt, Einsparmöglichkeiten für das Großvorhaben zu entwickeln. Man habe jedoch von Anfang an kein „Prestigeobjekt, sondern ein reines Zweckbauwerk geplant“, erläutert der Bürgermeister.

Einsparungen seien lediglich in kleinerem Umfang möglich. „Keine Abstriche werden wir bei allen erforderlichen einsatz- oder sicherheitsrelevanten Einbauten machen. Ansonsten sind wir aber ständig im Gespräch, um Kosten einzusparen“, sagt Wagner.

Gilt das insbesondere beim Thema Energie? Sprich: Wird in der Realisierung, etwa der Heizung, von der Planung abgewichen?

Die Gremien haben sich vorausschauend bereits in 2021 für eine elektrische Beheizung entschieden. Zwei Wärmepumpen werden die Gebäudeheizung übernehmen und Durchlauferhitzer das warme Brauchwasser erhitzen. Mit einer großen PV-Anlage auf dem Dach des Hauses soll möglichst viel des benötigten Stroms selbst erzeugt werden.

Wie viel Eigenleistung muss die Gemeinde einbringen?

In einigen Bereichen waren und werden auch Mitarbeiter des Gemeindebauhofes eingesetzt, etwa im Bereich der Wasserver- und -entsorgung sowie des Stromanschlusses. Dabei unterstützen kommunale Mitarbeiter die jeweils beauftragten Firmen.

Die anderen Bereiche werden komplett durch Firmen ausgeführt, um die gesetzlichen Gewährleistungspflichten für die Bauleistungen nicht zu gefährden.

Das Foto zeigt Klaus Wagner.
Klaus Wagner Bürgermeister Oberaula © Christine Zacharias

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