Jahresausblick

Oberaula soll sich entwickeln: Rohbau des Feuerwehrhauses startet 

Im Jahr 2024 soll die Ortsdurchfahrt Oberaula saniert werden, hier der Blick Richtung Rathaus.
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Viele Vorhaben auf der Agenda: Im Jahr 2024 soll die Ortsdurchfahrt Oberaula saniert werden, hier der Blick Richtung Rathaus.

Abseits der Coronapandemie stehen in den Kommunen im Altkreis Ziegenhain wichtige Projekte an. In unserer kleinen Serie geben wir einen Überblick. Zum Auftakt: Oberaula.

Oberaula – Um circa 90 000 Euro werden die Grundsteuerzahler Oberaulas in diesem Jahr, wo zum 1. Januar die Hebesätze der Grundsteuern A und B um 100-Prozent-Punkte gesenkt wurden, entlastet. Bürgermeister Klaus Wagner hat im Zuge seines Jahresausblicks aber noch weitere positive Nachrichten für die Bürger zu verkünden.

Zukunft Innenstadt

So soll bis Ende 2023 das Landesförderprogramm „Zukunft Innenstadt“, bei dem der Anteil der Landesförderung 250 000 Euro beträgt und die Gemeinde selbst 28 000 Euro zusteuert, umgesetzt werden. Im Rahmen des Programms soll beispielsweise ein Wasserspielplatz im Katteröder Weg geplant und errichtet werden und auch das Thema Co-Working-Spaces steht auf der Agenda. Zudem soll ein Konzept zur Umnutzung alter und teilweise leerstehender Gebäude als Wohnraum für Familien und Senioren entwickelt werden und auch erste Vorplanungen zur Straßenerneuerung in den Ortsdurchfahrten von Oberaula, Hausen und Ibra werden thematisiert: „Radwege und Verkehrsberuhigung“, nannte Wagner als Stichpunkte.

Zudem würde an einer Beschlussempfehlung für die Erschließung von Baugebieten in den Ortslagen gearbeitet. Bürgermeister Wagner ist es wichtig, dass keine Neubaugebiete „auf der grünen Wiese“ ausgewiesen werden, sondern vorhandene Freiflächen in den Orten genutzt werden.

Wanderwege

Die Tourismusarbeit mit dem Naturpark Knüll soll weiter ausgebaut werden. Wagner hofft, dass sich die durch Corona verzögerte Fertigstellung und Zertifizierung der zwei Premiumwanderwege in der zweiten Jahreshälfte realisieren lässt. Eine Einweihung des Premiumwanderweges „Goldborn“ und des Premiumspazierweges „Tanzplatz“ ist für den Herbst terminiert.

Waldkindergarten

Die im September angelaufene Waldkindergartenbetreuung „Aulataler Waldfüchse“ sei gut angenommen worden. Der beschaffte Wagen sei eine gute Basis für die Betreuungsarbeit und der private Waldbesitzer unterstütze das Vorhaben sehr. Zurzeit würden im Waldkindergarten 14 Kinder betreut, und es habe bislang auch nur wenige Erkrankungen bei Kindern und Personal gegeben. Im aktuellen Jahr sollen die Planungen für die Erweiterung der dreigruppigen evangelischen Kindertagesstätte „Eulennest“ fertiggestellt werden, um die Zahl der Kinderbetreuungsplätze, vor allem im U3-Bereich, zu erhöhen.

Infrastruktur

Ab 2024 soll die Ortsdurchfahrt in Oberaula ausgebaut werden. Hierbei soll auch ein marodes Teilstück der Bahnhofstraße saniert werden. Die Erneuerungen der Ortsdurchfahrten in Hausen und Ibra schlössen sich an. Auch das von der Gemeindevertretung beschlossene Hochwasserschutzkonzept stehe auf dem Jahresplan. Dem wichtigen Thema der Sicherung der ärztlichen Versorgung will man sich gemeinsam mit den Nachbarkommunen widmen. Da die zuständige Kassenärztliche Vereinigung Hessen ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag nicht erfüllen könne oder wolle, müssten die Kommunen selbst weiter an ihren eigenen Konzepten feilen und diese gemeinsam mit allen Akteuren des medizinischen Bereiches weiterentwickeln.

Feuerwehrhaus

Der Rohbau des neuen Feuerwehrhauses soll bis zum Spätsommer 2022 fertiggestellt sein. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2023 terminiert und so läuft die personelle Umsetzung für die beschlossene Fusion der Ortsteilwehren (außer Olberode). Es werden ein neuer Wehrführer und zwei Stellvertreter benannt werden. „Wenn die Corona-Pandemie nicht alle Vorhaben wieder überlagert und behindert, werden wir jede Menge Arbeit in 2022 und den kommenden Jahren haben“, sagt Wagner. „Viele Projekte sind bereits angestoßen und die Voraussetzungen für die Umsetzung sind geschaffen. Wir arbeiten an der Stärkung und der Attraktivität der Gemeinde“, verspricht der Bürgermeister. (Regine Ziegler-Dörhöfer)

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