Ein Team, das Wort hält

C-Junioren-Fußballer des JFV Aulatal feiern Kreisliga-Meisterschaft

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Da schäumte die Freude über: Trainer Senouci Allam (Zweiter von links) musste eine kräftige Dusche über sich ergehen lassen. Seine C-Junioren des JFV Aulatal waren soeben Meister der Kreisliga geworden. 

Aulatal. Kurzzeitig verhielten sie sich wie kleine Jungs. Als der Triumph feststand, musste alles raus. Die C-Junioren-Kicker des JFV Aulatal hüpften ausgelassen vor Freude, feierten spontan und übergossen ihren Trainer Senouci Allam mit zu diesen Anlässen üblichen Getränken.

Soeben hatten sie ihr abschließendes Saisonspiel bei der JSG Neuenstein mit 10:1 gewonnen und sich die Meisterschaft gesichert. Als Lohn steigen sie in die Gruppenliga auf. „In den letzten Wochen habe ich beobachtet“, verrät der 27 Jahre junge Coach, „dass der Wille auf den Gewinn der Meisterschaft bei den Jungs von Spiel zu Spiel größer geworden ist“. Doch das „Unternehmen Titelgewinn“ geriet kurzzeitig ins Wanken.

„Einen Konter gefressen“

Kein Sieger im Topspiel: Zwischen Aulatal (rechts) und Hauneck-Haunetal gab es ein 1:1.

Nach Aulatals fünftletztem Spiel der Runde am Pfingstsamstag in Weiterode war das. „Da hab’ ich kurz gedacht“, sagt der Trainer, „dass die Jungs die Nerven verlieren. Sie werden doch nicht...“ 70 Minuten sei sein Team klar besser gewesen, habe unzählige Torchancen gehabt, „doch in der Nachspielzeit haben wir einen Konter gefressen – und wir gehen mit einem 1:1 aus dem Spiel.“

Aulatal war noch immer vorn, auch wenn der Vorsprung auf die JSG Hauneck-Haunetal, bis zuletzt ein Kontrahent auf Augenhöhe, bis auf einen Punkt geschmolzen war. Und eine Woche vor Serienende trafen sich beide Teams zum Topduell in Niederaula. Leistungsgerecht trennten sie sich 1:1. Die Entscheidung über die Meisterschaft war vertagt. Die Klassenbesten erledigten ihre vorletzten Aufgaben souverän – ehe für Aulatal die Prüfung in Neuenstein anstand.

Fokussiert im Finalspiel

Senouci Allam tat alles dafür, um seine Jungs gewissenhaft vorzubereiten. „Das ist ein Finalspiel“, rief er seinen Spielern ins Gedächtnis, „wir waren fokussiert. Hier gibt es kein 0:0. Kein 1:1. Hier gibt es drei Punkte.“

Die Mannschaft hielt Wort und das, was ihr Trainer vorgegeben hatte. John Gronowski (4), Yannick Bätz und Maximilian Pfalzgraf (je 2), Kilian Krapp und Luca Willems trafen.

19 Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage lautet Aulatals Meister-Bilanz, 125:20 Tore schoss das Team heraus. „Du hast eine echte Mannschaft stehen, die über die Teamleistung kommt. Wir haben keine überragenden Einzelspieler“, freut sich der Coach. Kontinuität, in deren Rahmen jeder für den anderen arbeite und sich einsetze, das Gefühl, dass sich jeder auf seinen Nebenspieler verlassen könne – diese Zutaten nennt Senouci Allam als Grundlage für den Erfolg.

In neuer Umgebung

Auch in der neuen Umgebung Gruppenliga traut der Coach, der in der neuen Serie das Herrenteam des Kreisoberligisten Haunetal übernimmt, seiner Noch-Mannschaft einiges zu. „Die Mannschaft wird auch hier eine vernünftige Rolle spielen.“

Ein gehöriger Teil des Teams bleibt ihm altersbedingt erhalten, aus der starken D-Junioren-Gruppenliga-Mannschaft, die in dieser Saison in der Spitze mitspielt, rücken einige auf. Wenn es die Situation zulässt, wollen sich die Aulataler nach wie vor wie kleine Jungs verhalten. Aber weiter an ihrer Entwicklung arbeiten.

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