Kommunalwahl: CDU stellte Kreistagskandidaten auf

Kreisparteitag in Oberaula: Union bläst zum Angriff

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Auf den vorderen Plätzen der CDU-Kreistagsliste: von links Reinhard Otto (Schwalmstadt), Katharina Kothe (Melsungen), Bernd Siebert (Gudensberg), Christin Ziegler (Schwarzenborn) und Mark Weinmeister (Guxhagen).

Oberaula. Selbstbewusst und in Angriffslaune präsentierte sich die CDU Schwalm-Eder am Samstagnachmittag auf ihrem Kreisparteitag in Oberaula.

Die gerechte Verteilung von Lasten lautete eine der Botschaften für die Delegierten, die dort ihr Personal für die Kommunalwahl bestimmten.

Eine gesunde Mischung nannte Spitzenkandidat Mark Weinmeister die Truppe, die bei der Kommunalwahl im März im Kreistag die SPD als größte Fraktion ablösen möchte. Beim Vorstellungsparcours der neuen Kandidaten dominierten die jungen Frauen wie Christin Ziegler aus Schwarzenborn, der insbesondere die Jugendarbeit am Herzen liegt.

Sirenengeheul unterstrich die Rede des CDU-Kreisverbandsvorsitzenden Bernd Siebert. Während Weinmeister das als Premiere hervorhob, stellte der Gastgeber, Bürgermeister Klaus Wagner, klar, dass die lautstarke Alarmierung eine Übung der Oberaulaer Feuerwehr einläutete.

Eines der zentralen Themen der Redner betraf die Flüchtlingskrise. Siebert forderte Alternativen zur Unterbringung von Flüchtlingen in Schulturnhallen. Möglichkeiten gebe es, meinte er mit Blick auf die geplanten Erstaufnahmen im Chinapark in Ziegenhain und im Proviantamt Fritzlar. Man müsse sich dieser Pflicht stellen, aber vorher darüber nachdenken. Dann werde auch die Bevölkerung mitziehen. Nicht nur der Südkreis, sondern auch der Nordkreis müsse seinen Verpflichtungen bei der Flüchtlingsunterbringung nachkommen, forderte Weinmeister. Der CDU-Spitzenkandidat hatte zuvor zum kommunalpolitischen Rundumschlag ausgeholt. „Wir müssen den Kommunen die Unterstützung geben, die notwendig ist", erklärte er. Wichtig ist der Kreis-Union der Breitbandausbau. Der Zusammenschluss der fünf Landkreise, die den Ausbau des Glasfasernetzes forcieren, sei nur möglich gewesen, weil das Land die Bürgschaft übernommen habe. Als Plus für die Christdemokraten verbuchte er zudem das Fortbestehen der Schulsozialarbeit, aber auch den aus seiner Sicht gerechteren Kommunalen Finanzausgleich. Eindeutig mehr Geld als die Kommunen der Metropolregion bekämen Städte und Gemeinden in strukturschwachen Gebieten. „Wir werden darauf achten, dass die Kommunen weiter entlastet werden", versprach er.

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