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Heizkosten und Mitgliedermangel belasten Tennisclub

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In der Tennishalle sitzen Sissy Sepp (Vorsitzende des Tennisclub Oberaula) und Anouk Klimpel (Social-Media-Beauftragte) auf einem Schiedsrichterstuhl. Davor stehen von links Laurin Koch (Zweiter Sportwart), Marianne Stein-Wiegel (Schriftführerin) und Christian Rupprich (Erster Sportwart/Trainer). Es fehlen Karl Kratz (stellvertretender Vorsitzender), Gerlinde Müllner (Kassenwartin), Manuela Klimpel (Jugendwartin) und Louis Korth (Zweiter Jugendwart).
Stehen dem Tennisclub Oberaula vor: von links Laurin Koch (Zweiter Sportwart), Marianne Stein-Wiegel (Schriftführerin), Christian Rupprich (Erster Sportwart/Trainer), dahinter Sissy Sepp (Vorsitzende) und Anouk Klimpel (Social-Media-Beauftragte). Es fehlen Karl Kratz (stellvertretender Vorsitzender), Gerlinde Müllner (Kassenwartin), Manuela Klimpel (Jugendwartin) und Louis Korth (Zweiter Jugendwart). © Marianne Stein-Wiegel

Der Tennisclub Oberaula zeigt sich angesichts der steigenden Energiekosten besorgt über die weitere Nutzung der Tennishalle im kommenden Winter.

Oberaula - Der Verein konnte den Sommer über die zwei Außenplätze nutzen, aber um seinen Mitgliedern und anderen Tennisfreunden die Halle im Winter wieder zur Verfügung zu stellen, ist der Verein nun mit den steigenden Heizkosten konfrontiert, die die schlecht gedämmte Anlage besonders betreffen.

Über eine Sanierung wurde bereits nachgedacht, sie übersteigt jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Vereins deutlich, sodass auf eine mögliche kommende Förderinitiative des Landes gewartet werden muss. Obwohl die Halle neben den zwei Tennisfeldern mit einem Kraftraum, einem Squash-Court, Tischtennisplatte und Billardtisch viele Nutzungsmöglichkeiten bietet und eine Besonderheit in der Umgebung darstellt, die es so sonst nur in Ziegenhain und Bad Hersfeld gibt, strapaziert sie die Kasse des Vereins gerade während der Energiekrise deutlich.

Halle kann vielfältig genutzt werden

Auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten hat der Verein die Räume auch Nichtmitgliedern zur Verfügung gestellt. So wurde der Kraftraum zwischenzeitlich von einer Gymnastikgruppe genutzt und der Aufenthaltsraum mit Billardtisch und Tischtennisplatte stand den Kindern und Eltern kurz vor Corona jeden ersten Freitag im Monat zum gemeinsamen Spielen und Austauschen zur Verfügung.

Im Vereinsheim des Tennisclubs steht eine Tischtennisplatte.
Das Vereinsheim des Tennisclubs soll künftig nicht nur Mitgliedern zur Verfügung stehen. © Jannik Ohrndorf

Im Gespräch mit der Vorsitzenden Sissy Sepp wird deutlich, dass der Verein viel zu geben hat und in der Halle viel Potenzial zur gemeinschaftlichen Nutzung sieht, das leider während Corona nicht komplett ausgeschöpft werden konnte.

Verein ist auf der Suche nach neuen Mitgliedern

Der 150 Mitglieder starke Verein trainiert zwar auch viele Kinder und Jugendliche, zurzeit sind es 45, aber das weitere Engagement im Verein ist nach dem 18. Lebensjahr nicht immer garantiert.

Zum einen, weil viele zum Studieren oder für eine Ausbildung aus den Dörfern wegziehen, zum anderen, weil durch die Arbeit oder Familie die Zeit fehlt. Zugleich fallen altersbedingt auch vermehrt Stammmitglieder weg. Das sorgt für eine Lücke in der Altersgruppe von 20 bis 40 Jahren, die der Verein gerne schließen möchte.

Dafür wünschen sich die Mitglieder sportbegeisterte Freizeitspieler, sei es für Tennis oder Squash, aber auch Interessierte am Mannschaftssport und dem Antreten in den unterschiedlichen Ligen, was der Verein gerne ohne große Hürden ermöglichen möchte. In erster Linie geht es hier um den Spaß am Sport und dem Vereinsleben, erklären die Mitglieder. Für Kinder bietet der TCO zweimal die Woche montags und freitags ein Jugendtraining an und für erwachsene Mitglieder besteht jederzeit die Möglichkeit zur kostenfreien Nutzung der Außenplätze und im Winter einmal pro Woche die Nutzung der Halle.

Plätze können gemietet werden

Für Nichtmitglieder ist eine kostenpflichtige Buchung der Squash- und Tennisplätze auch jederzeit möglich. Vor allem das Angebot, auch im Winter jederzeit Squash spielen zu können, dürfte eine Besonderheit in der Region darstellen, die nicht allzu bekannt ist, sind die Vorstandsmitglieder überzeugt. Sie erhoffen sich, auch sportartenübergreifend interessierte Menschen in der Nähe zu finden, die ihre Anlage künftig nutzen möchten. (Jannik Ohrndorf)

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