Philip Schütz und Carsten Hohl gastierten in der Nikolaikirche in Neukirchen

An Orgel und Trompete

Duo mit Trompete und Orgel: Philip Schütz (links) und Carsten Hohl gaben am Samstag ein Konzert in der Neukirchener Nikolaikirche. Foto:  Rose

Neukirchen. Ein wahrhaft festliches Konzert erlebten am Samstagabend die Zuhörer in der Nikolaikirche in Neukirchen: Unter dem Titel „Concerto festivo“ gastierten dort Carsten Hohl (Orgel) und Philip Schütz (Trompete).

Das Duo gab in den vergangenen Tagen bereits Konzerte in Taufkirchen, Deggendorf, Langenschwarz, Lingelbach und ein finales am Sonntag in Halsdorf. Kaum waren im Gotteshaus im Knüll die Türen geöffnet, strömten viele Gäste ins Innere der Kirche. Pfarrerin Nora Dinges empfing die Besucher und lenkte gewohnt charmant und fröhlich durch das Programm.

Festlich-opulente Klänge erfüllten sogleich das Kirchenschiff – die beiden Musiker nahmen das Publikum mit auf eine virtuose Reise. Barocke Klangfarben fanden ebenso ihren Raum wie spätromantische Werke.

Eröffnet wurde der Abend mit „Prelude“ aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier. Chor und Orchester dürften die Zuhörer bei dieser Variante der „Eurovisions-Melodie“ nicht vermisst haben. Schütz und Hohl intonierten ihre Variante ebenso eindrucksvoll. Opulent wirkte auch Henry Purcells Sonate in D, glanzvolle Akzente setzten die Akteure mit dem Praeludium in a von Bach. Fast melancholisch erhoben sich die Werke zweier tschechischer Barock-Komponisten: Vejvanovsky und von Biber.

Die mehrsätzigen Sonaten wurden mit viel Gefühl vorgetragen. Bachs Fuge in a brillierte durch reizvolle Taktwechsel. „Jesu bleibet meine Freude“ – beliebt bei Hochzeiten – interpretierte Schütz am Flügelhorn. Mit Mourets „Sinfonie de fanfares“ – einem beeindruckenden Werk des Barock – verabschiedete sich das Duo von seinem Publikum. Belohnt wurden die Musiker mir reichlichem und lang anhaltendem Applaus und dem Wunsch, möglichst bald wieder nach Neukirchen zu kommen.

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Von Sandra Rose

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