Der Tanz ihres Lebens

Görzhain: Margarethe und Georg Noll feiern Diamantene Hochzeit

Seit 1961 verheiratet: Margarethe und Georg Noll feiern heute ihre Diamantene Hochzeit.
+
Seit 1961 verheiratet: Margarethe und Georg Noll feiern heute ihre Diamantene Hochzeit.

Am heutigen Donnerstag begehen die Eheleute Georg und Margarethe Noll das Fest der Diamantenen Hochzeit. Am 26. August 1961 wurde die grüne Hochzeit gefeiert.

Görzhain. Gerne blicken die Eheleute auf gemeinsame 60 Jahre Ehe zurück. Jahre voller Arbeit, mit glücklichen und traurigen Momenten. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Birgit, Beate und Holger erblickten in den Jahren 1963, 1965 und 1971 das Licht der Welt. Drei Enkel und ein Urenkel vervollständigen die Familie.

Georg Noll wuchs mit sechs Geschwistern in Görzhain auf, Margarethe Noll verbrachte Kindheit und Jugend gemeinsam mit vier Geschwistern im Oberaulaer Ortsteil Friedigerode. Eine kleine Zeitreise: Kennengelernt haben sich die Jubilare 1957 im Juni. Es war ein sonniger Samstag, als Georg Noll sein Motorrad, eine NSU MAX, auf Hochglanz brachte. Am Abend fand ein Feuerwehrfest in Oberaula statt. Ein Tanz auf zwei Sälen, ein Höhepunkt zur damaligen Zeit. Dort fuhr er hin, traf Freunde und Feuerwehrkameraden und forderte im Laufe des Abends Margarethe zum Tanz auf. Die beiden tanzten die halbe Nacht, es wurde der Tanz ihres Lebens, erinnern sie sich. Man verabredete sich für den nächsten Tag und seit dem sind die Beiden fest verbunden bis zu heutigen Tag.

Ganz in Weiß: Margarethe und Georg Noll heirateten 1961.

Treffen am Bahnhof

Im Januar 1958 wurde Georg Noll zur Bundeswehr eingezogen. Er musste nach Hamburg und so wurde der Kontakt zu seiner zukünftigen Braut schwierig. Digitale Medien gab es nicht, der Kontakt wurde über Päckchen und Briefe aufrecht erhalten. Im April 1958 wurde Georg Noll nach München versetzt. Er studierte den Fahrplan der Bahn und machte ein kleines Zeitfenster aus, in dem der Zug in Bad Hersfeld Aufenthalt hatte. Margarethe Noll fuhr nach Hersfeld und so traf man sich nach langer Zeit am Bahnsteig. Die Bundeswehrzeit endete im Juni 1959 und an Pfingsten im gleichen Jahr fand die Verlobung statt. „Einen besonderen Antrag hat mein Mann mir nicht gemacht“, sagt Margarethe Noll, „es war uns beiden klar, das wir unser Leben gemeinsam angehen“.

Das Wohnhaus in Görzhain wurde 1960 umgebaut, ein Jahr heirateten die beiden. „Uns war wichtig“, so der Bräutigam, „dass wir erst mal unser Nest bauen“.

Traurige Momente gab es auch in ihrem Leben, das gehört dazu, sagen beide unisono. Als die frohe Botschaft von der Geburt des Sohnes Holger in Görzhain eintraf, sagte die Mutter von Georg Noll, ihr Lebenswerk sei vollbracht und sie könne jetzt gehen. Und tatsächlich, Katharina Noll verstarb noch in der selben Nacht.

Gerne erinnern sich die Jubilare an ihre zahlreiche Urlaubsreisen. Viele Länder habe man in den 60 Jahren bereist, so das Ehepaar. Polen, Österreich, die Kanaren und nicht zuletzt eine Rundreise durch die Vereinigten Staaten. Ihre Freizeit verbringen die Eheleute ganz unterschiedlich. Georg Noll ist ein leidenschaftlicher Sänger im örtlichen Gesangverein. Margarethe Noll kümmert sich gerne um ihren Garten. Gemeinsam lieben sie die Natur rund um Görzhain. Gefeiert wird im engsten Familienkreis beginnend mit einem Gottesdienst in der Kirche zu Görzhain. (Harald Becker)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.