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Ottrau: Freibad soll saniert werden

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Sobald die Fördermittel genehmigt werden, steht der Um- und Ausbau im Schwimmbad Ottrau an.
Sobald die Fördermittel genehmigt werden, steht der Um- und Ausbau im Schwimmbad Ottrau an. © Jochen Schneider

Unter anderem die Sanierung des Freibads und Straßenausbaubeiträge waren Thema der Gemeindevertretersitzung in Ottrau und einer relativ kurzfristig anberaumten Bürgerversammlung direkt im Anschluss.

Ottrau - Zuvor hatten die Parlamentarier über die Haushaltssatzung 2022 und Fördermittelprogramme beraten. Beim Projekt Freibad ist es nicht damit getan, die Technik auszutauschen, sondern es muss eine Gesamtaufwertung ins Auge gefasst werden. Da die gesamte Maßnahme auf inzwischen fast 400 000 Euro beziffert wird, musste der Förderantrag jetzt auf den Weg gebracht werden, um 90 Prozent der Mittel für das Jahr 2022 zu sichern, denn im kommenden Jahr wären es nur noch 70 Prozent gewesen.

Bürgermeister Jonas Korell wies darauf hin, dass gegenwärtig keine Projekte zur Umsetzung aus dem Dorfentwicklungsprogramm für Weißenborn und Schorbach vorlägen, man aber für Vorschläge und Ideen offen sei.

Ferienspiele 2023

Maximilian Schreiber von der SPD-Fraktion regte die kommunale Mitwirkung für die Ferienspiele im nächsten Sommer für Kinder und Jugendliche an. Die Gemeinde solle dabei als „Schirmherr“ fungieren, während die Vereine abwechselnd tageweise die Betreuung mit Angeboten übernehmen könnten. Der Vorschlag wurde allgemein begrüßt und zur weiteren Beratung in den Sozialausschuss verwiesen.

Radwegsauberkeit

Gleichfalls stand die Installation von Hundekotbeuteln entlang des Radwegs auf der Vorschlagsliste der SPD. Darüber erteilten die Mitglieder dem Gemeindevorstand einen entsprechenden Prüfauftrag, diesen Vorschlag in die Arbeitsgruppe Rotkäppchenradweg einzubringen. Am 16. Oktober soll der Premiumwanderweg „geheimnisvoller Seppel“ offiziell eröffnet werden.

Straßenausbau

In der anschließenden Versammlung für Bürger und Mandatsträger referierte Kommunal- und Unternehmensberater Markus Schäfer über Straßenausbaubeiträge und ging auf die Verteilung von Steuern, Abgaben und Gebühren ein. Mittels vieler Folien und Beispiele erläuterte der ehemalige Bürgermeister von Bad Endbach die Unterschiede von kommunaler Übernahme der Kosten mit und ohne Beteiligung der Bürger. Die Lage und Größe der Grundstücke sei ausschlaggebend, „doch werde es immer Gewinner und Verlierer geben“, sagte der ehemalige Rathauschef aus Erfahrung. Die Gemeinde Ottrau verfüge über eine große Fläche mit verhältnismäßig wenig Grundsteuer- und Gewerbesteuerzahlern, weshalb die Belastung für einzelne Haushalte größer ausfallen könne. Er machte deutlich, dass alle Grundstücksinhaber langfristig draufzahlen, die eine Abschaffung der Gebühren fordern und bei denen die Straßen dann steuerfinanziert seien. (Jochen Schneider)

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