Ein Akt in drei Teilen

Jonas Korell wurde in das Amt des Bürgermeisters eingeführt

Die Ernennungsurkunde: von links Ottraus neuer Bürgermeister Jonas Korell, Parlamentschef Matthias Wettlaufer und Erster Beigeordneter Burkhard Raatz.
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Die Ernennungsurkunde: von links Ottraus neuer Bürgermeister Jonas Korell, Parlamentschef Matthias Wettlaufer und Erster Beigeordneter Burkhard Raatz.

Zwar wurde dem neuen Bürgermeister Ottraus keine schmucke Amtskette zur Amtseinführung umgelegt, doch hängte Erster Beigeordneter Burkhard Raatz Jonas Korell ein Schlüsselband mit Rathausschlüssel um.

Ottrau – Am Samstagabend wurde der 28-jährige Jonas Korell, der am 14. März zum Bürgermeister gewählt wurde, mit einer kleinen Feierstunde vor der Mehrzweckhalle in Dienst gestellt. „Ein Akt in drei Teilen: Verpflichtung, Übergabe der Ernennungsurkunde, Amtseid“, erklärte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Matthias Wettlaufer das Prozedere.

Neben den Mitgliedern der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstandes waren zahlreiche Ehrengäste wie Staatssekretär Mark Weinmeister, die Landtagsabgeordneten Regine Müller (SPD) und Wiebke Knell (FDP), die CDU-Bundestagskandidatin Anna-Maria Bischof, Landrat Winfried Becker, amtierende und ehemalige Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, Pfarrer Andreas Fink, Vertreter von Banken, Energieversorgung, Bundeswehr, Grundschule, Kita und Feuerwehr gekommen.

Fünfter Bürgermeister in Ottrau

Jonas Korell ist der fünfte Bürgermeister der Großgemeinde Ottrau. „Wir haben viele richtungsweisende Entscheidungen zu treffen. Es bedarf Mut, Entschlossenheit und Tatendrang. Wir politisch Verantwortlichen werden Jonas nach bestem Wissen und Kräften unterstützen“, betonte Matthias Wettlaufer.

Wettlaufer dankte zudem den Interimshandelnden in der Verwaltung und vor allem dem Ersten Beigeordneten Burkhard Raatz. Seit der vorzeitigen in Ruhestand-Versetzung von Bürgermeister a.D. Norbert Miltz hätte man ohne Einarbeitung die Belange Ottraus lenken müssen. „Alle gemeinsam haben wir es gut bewältigt“, zog Burkhard Raatz Bilanz, der sich nun auf einen jungen, dynamischen Bürgermeister freut. Raatz hat Korell bereits Einblicke in die Rathausarbeit gewährt und prophezeite nun das Ende von geregelten Arbeitsstunden. „Von nun an heißt es 24/7“, so Raatz.

Landrat Winfried Becker betonte das gesunde Wir-Gefühl der Ottrauer was einem das Agieren auf dem Land erleichtere. „Gerade in jungen Jahren darf man auf die Unterstützung und Erfahrung Älterer bauen“, so Becker. Staatssekretär Mark Weinmeister sprach von einer nicht einfachen Situation in Ottrau, bei der Jonas Korell aber durchaus gewinnen könne. „Es gilt die vielen kleinen Einheiten zusammenzuhalten“, so der Staatssekretär.

„Es ist der Startschuss für eine Strecke, auf die ich mich freue“

Jonas Korell selbst sieht sein Amt als Herausforderung, möchte sich bietende Chancen nutzen und Ottrau aktiv gestalten. Er bedankte sich für das Vertrauen der Gemeinde und meinte: „Mit der Amtseinführung ist kein Etappenziel geschafft. Es ist der Startschuss für eine Strecke, auf die ich mich freue“.

Als Vorsitzender der Kreisgruppe der Bürgermeister verglich Schrecksbach Bürgermeister Andreas Schultheis das Bürgermeisteramt mit einem Torwart auf dem Fußballfeld. „Ein Bürgermeister hat wie ein Torhüter Schaden zu begrenzen, er muss die Nerven behalten und stets die Mannschaft im Blick haben“, so Schultheis. „Wenn’s mal gar nicht mehr geht und die Nerven blank liegen, dann greif zum Telefon und ruf mich an. Ich kann zwar nicht helfen, aber zuhören“, so der Amtskollege zu seinem jungen Pendant. Korell könne auf eine gute Zusammenarbeit der Bürgermeister im südlichen Knüll zählen. (Regina Ziegler-dörhöfer)

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