Übungswochenende

Hessische Rettungshundestaffeln des Roten Kreuzes trafen sich in Ottrau

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Rettungshunde müssen auch in ungewöhnlichen Situationen ruhig bleiben: Beim 5. hessischen Landeslager der, DRK Rettungshundestaffeln wurde Hund Pepe an der Station „Rapunzel“ vom THW abgeseilt. Im Vordergrund Ausbilderin Linda Messina.

Ottrau. 80 Teilnehmer kamen aus ganz Hessen zum DRK-Landeslager in Ottrau. Vor allem die Teambildung stand im Mittelpunkt der Ausbildungstage.

Völlig cool und gelassen ließ sich die eineinhalbjährige Assistenzhündin Pepe im Hundegeschirr von Helfern des Technischen Hilfswerkes abseilen. DRK-Hundeführer Frank Heuckeroth staunte über die Leistung seiner noch jungen Mischlingshündin.

Die beiden waren zwei von insgesamt 80 Teilnehmern des DRK-Rettungshunde Landeslager, das am Wochenende in und um Ottrau stattfand. Der erste Ausbildungstag begann mit Kartenkunde.

„Bei unseren Einsätzen im Wald gibt es oftmals eben keine Internetanbindung, dann muss nach Kartenmaterial gesucht werden“, erklärte Hundeführer Frank Tischer, der mit dem Team der Rettungshundestaffel Schwalm-Eder das Ausbildungswochenende organisierte.

Üben am Rapunzel-Stützpunkt

Märchen der Gebrüder Grimm gaben sieben Ausbildungsstationen einen Titel und so galt es beispielsweise am Rapunzel-Stützpunkt seinen Vierbeiner abzuseilen und gemeinsam als Hundeführerteam eine Drehleiterfahrt zu unternehmen. 

„Fühlt sich der Hund in einer Situation nicht mehr wohl, brechen wir die Übung ab“, erklärte Ausbilderin Linda Messina, die stets beim Abseilen mit Helfern des Technischen Hilfswerkes stets auf die Körpersprache der Vierbeiner achtete.

Gleich nebenan die Dornröschen Station, wo das Szenario die Kutsche des Prinzen verunfallen ließ. Leah Schreiber spielte als Mitglied des Jugendrotkreuzes Schwalm-Eder ein Unfallopfer und musste von den Hundeführerteams versorgt werden. 

Die Vierbeiner sollten hierbei am Rande des Geschehens bleiben, damit die als Sanitäter ausgebildeten Hundeführer Erste Hilfe leisten konnten. „Eine Sanitätsausbildung ist für alle Hundeführer Pflicht“, sagte die Bereitschaftsleiterin Regina Rudloff.

Teambildung war zentral

Am Ausbildungstag wurde vor allem auf die Teambildung zwischen Mensch und Hund, aber auch zwischen verschiedenen Hundeteams wert gelegt. Zudem sollten Einsatztaktik, Orientierung und nicht zuletzt Erste Hilfe am Hund geübt werden. 

„Grundsätzlich lässt sich jede Hunderasse zum Rettungshund ausbilden. Wir haben vom kleinen Terrier bis zum 30 Kilo schweren Hund alles dabei“, erklärte Frank Tischer. Letztendlich käme es immer auf einen hohen Spieltrieb und eine hohe Aggressionsschwelle der Tiere an.

„Die Tiere werden geistig wie körperlich gefordert. Gepaart mit der Zielsetzung anderen Menschen in Notsituationen zu helfen, ist die Rettungshundearbeit ein ganz tolles Hobby“, meinte Regina Rudloff.

„Der Spaßfaktor in der Ausbildung ist enorm. Ein tolles Hobby für Mensch und Tier“, fügte Frank Tischer, der selbst mit seinem Hund Briska ein Team bildet, an. 

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