Traditionsverein ließ einhundert Jahre Ackerbaugeschichte Revue passieren

Beim Feldtag in Immichenhain: links Facebook-Beauftragter Tim-Laurin Krug, rechts der 1. Vorsitzende des Traditionsvereins Landwirtschaft Karl-Heinrich Keil. Fotos:  Haaß

Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Besonders deutlich wird dies an der bei der Feldarbeit eingesetzten Technik. Historisch betrachtet ist es noch gar nicht so lange her, dass auch im Schwalm-Eder-Kreis das Pferdegespann auf dem Acker das Bild bestimmte.

Am Sonntag konnte man auf dem Feldtag des „Traditionsvereins Landwirtschaft Immichenhain“ hundert Jahre Ackerbaugeschichte erleben. „Wir wollten nicht nur einfach ein paar Maschinen hinstellen, sondern auch zeigen, wie damit gearbeitet wird“, sagte der Vorsitzende des Vereins Karl-Heinrich Keil. Neben dem imposanten Aufgebot an Landtechnik informierten die Vereinsmitglieder mit Schautafeln auch über die Entwicklung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten.

Modell 1961: Michael Hoos auf einem Fordson Super Dexter.

Im Mittelpunkt des Feldtages stand aber naturgemäß die Technik. Über 200 Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, begutachteten fachmännisch die verschiedenen Maschinen im Arbeitseinsatz. „Von ackern bis säen ist heute alles dabei“, freute sich der Vereinsvorsitzende. Während die beiden Kaltblüter Oskar und Ultimo ruhigen Schrittes eine alte Sämaschine hinter sich herzogen, bearbeitete nur ein paar Schritte entfernt ein moderner Schlepper mit einer sechs Meter breiten „Horsch SW 3200 Bestellkombination“ das rund drei Hektar große Feld.

Um die Funktionsweise der Maschinen verdeutlichen zu können, hatten sich die Mitglieder ein paar Tricks überlegt. So wurden beispielsweise von einer alten Kartoffelsetzmaschine Golfbälle und Bierflaschen statt Erdäpfel in den Boden eingebracht. Beim Streuen kam neben Oldtimern und modernen Traktoren auch der Mensch zum Einsatz. Mit geübter Hand warf der 76-jährige Georg Keil den Kunstdünger auf den Acker. Hier wurde anschaulich deutlich, wie hart und mühselig die Arbeit der Landwirte früher war.

Besonders der Kontrast zwischen alter und moderner Technik machte den Reiz des Feldtages aus. Aufgrund der guten Zuschauerresonanz planen die Immichenhainer bereits für das kommende Jahr eine Wiederholung.

100 Jahre Landwirtschaft

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