Kandidat der "Partei"

Wahl will in Ottrau nicht mehr Bürgermeister werden

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Will seine Bürgermeisterkandidatur in Ottrau zurückziehen: Christoph Wahl. 

Ottrau. Überraschende Wende im Bürgermeisterwahlkampf in Ottrau: Christoph Wahl hat mitgeteilt, seine Kandidatur zurückziehen zu wollen.

Als Grund nannte der 30-Jährige, der für die Satire-Partei „Die Partei“ ins Rathaus einziehen wollte, persönliche Umstände. „Ich bin momentan leider nicht in der Verfassung, mich um die Wahl zu kümmern“, sagt Christoph Wahl.

Das Problem: Für eine Annulierung der Kandidatur ist es laut Wahlleiterin Nicole Hollmann zu spät. „Es handelt sich um einen bereits zugelassenen Wahlvorschlag“, erklärt sie. Die Stimmzettel sind bereits gedruckt, erste Stimmen aus der Briefwahl sind bereits im Rathaus eingetroffen.

Nun bleibt Christoph Wahl nur noch die Möglichkeit, auf möglichst wenige Stimmen zu hoffen. Im Falle eines Wahlsieges hätte er die Möglichkeit, die Wahl nicht anzunehmen.

Christoph Wahl hatte mit seinem 20-Punkte-Programm sowohl für Lacher als auch für Belächelung im Wahlkampf gesorgt. Es sah unter anderem vor, den Brunnen am Rathausvorplatz in einen Bierbrunnen zu verwandeln, die Windräder rund um Ottrau in Tarnfarben anzumalen und um den Ortsteil Immichenhain eine Mauer zu ziehen, um „die Fehde zwischen Ottrauern und Immichenhainern ein für alle mal zu beenden“.

Die bestehenden Parteien hätten wenig für junge Menschen zu bieten, sagte Wahl im Gespräch mit der HNA. Deshalb wolle er mit seiner Kandidatur eine Alternative bieten. Ziel dabei sei, Probleme so anzusprechen, dass sie zum Nachdenken anregen. Wahl sieht in der Partei die ehrlichste aller Parteien: „Wir sind keine Spaßpartei. Wer das glaubt, den kann ich nicht ernst nehmen.“

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