Maximilian Buck aus Schrecksbach tritt mit Freunden am Schauspiel Frankfurt auf

Performance ohne Skript

Performen gemeinsam am Schauspiel Frankfurt: von links Maximilian Buck, Oliver Kubiak und Niklas Krüger-Kling. Foto: privat

Schwalmstadt/Frankfurt. Ich bin ein Star! Holt mich hier raus! - nicht raus aus dem Dschungel, sondern raus aus einer Welt voller Klischees und Vorurteile. Wie groß oder klein die Unterschiede von Stadt und Land sind, will Maximilian Buck aus Schrecksbach mit seinen beiden Kollegen bei seiner Theater-Performance zeigen. Die drei jungen Männer beteiligen sich am Wettbewerb „Unart" des Schauspiels Frankfurt.

Die Klischees

Die Vorurteile des Stadt- und Landlebens kennt wohl jeder - ein Stadtkind hat viel größere kulturelle Möglichkeiten als ein Landei. Auf dem Land freundet man sich erst spät mit Neuem an. Maximilian Buck, Niklas Krüger-Kling und Oliver Kubiak wollen mit ihrer Performance mit diesen Klischees aufräumen. „Wir stellen auf der Bühne unsere eigenen Erfahrungen dar“, sagt Buck.

Die Idee

Etwa vier Monate haben die Drei bisher an ihrer Idee gearbeitet - mit ihrem Coach Tim Schuster, der ihnen zwar viele Freiräume, aber auch einige Impulse für ihren Auftritt gebe. „Wir mussten lernen, eine gespielte Rolle aufzulösen“, sagt Buck. Für alle ist es das erste Mal, dass sie nicht schauspielern, sondern performen. Und die jungen Performer haben vor allem eins gelernt: Es ist egal, wo man herkommt. „Man kann seine Ziele immer erreichen, wenn man das will“, sagt Kubiak.

Die Drei wollen nach außen tragen, was sie beschäftigt und ihnen auf dem Herzen liegt. Denn im Grunde mache jeder Mensch nur das, was die Gesellschaft von ihm erwarte, sagt Krüger-Kling. Einmal in der Woche trainieren sie für den perfekten Auftritt. Wenn nötig, treffen sie sich auch zu kleineren Probenblöcken, die zwei Tage dauern, sagt Buck. Die Performance

Ihre eigene Geschichte wollen sie auf der Bühne hauptsächlich durch Bewegungen darstellen, sagt Buck. „Es gibt kein Skript.“ Viele Monologe seien geplant und Interviews, die sie auf dem Land und in der Stadt geführt haben, sollen während des Auftritts eingespielt werden.

Ihr Ziel sei es, die Zuschauer ins Herz zu treffen. „Wir wollen die Zuschauer darzubringen, sich zu fragen, wo ihre eigenen Ketten liegen“, sagt Buck. Jeder solle sich in der Performance wiederfinden können und erkennen, dass alles nur wie ein Spiel sei, sagt Buck.

Für ihre Zukunft wünschen sich alle drei, im künstlerischen Bereich Fuß fassen zu können. Einige Vorsprechen an Schauspielschulen stehen in der nächsten Zeit an. • Ihren Auftritt haben Maximilian, Niklas und Oliver am 24. und 25. Februar am Schauspiel Frankfurt.

Von Chantal Müller

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