Junge Ärzte lernen im Team

Praxis in Neukirchen bildet Mediziner aus

Begleitung im Praktischen Jahr und bei der Weiterbildung zum Facharzt: von links Kerem Sahin, Christian Pleines, Dr. Eva Krakkai-Ivacson, Samuel Bubmann und Dr. Martin Fabritz. Anmerkung: Alle Mitarbeiter sind vollständig geimpft, deshalb wurde auf einen Abstand von 1,5 Metern zueinander verzichtet.
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Begleitung im Praktischen Jahr und bei der Weiterbildung zum Facharzt: von links Kerem Sahin, Christian Pleines, Dr. Eva Krakkai-Ivacson, Samuel Bubmann und Dr. Martin Fabritz. Anmerkung: Alle Mitarbeiter sind vollständig geimpft, deshalb wurde auf einen Abstand von 1,5 Metern zueinander verzichtet.

Die Praxis von Dr. Martin Fabritz und Dr. Christian Pleines in Neukirchen bildet künftig junge Medizinstudenten in ihrem Praktischen Jahr aus.

Neukirchen – Laut Pressemitteilung wurde die Praxis vom Land Hessen über die Philipps-Universität in Marburg lizenziert und damit beauftragt, angehende Ärzte im sechsten Jahr des Medizinstudiums zu begleiten. Jetzt ist der erste Medizinstudent in der Praxis angekommen: Es ist Kerem Yigit Sahin von der Universität Istanbul. Der 23-Jährige hat bereits Famulaturen in Polen, Mazedonien und Griechenland absolviert. Für sein Praktisches Jahr fiel die Wahl auf Deutschland – hier möchte der angehende Arzt später arbeiten.

In Neukirchen möchte Sahin möglichst viel aus dem Alltag der Allgemeinmediziner lernen. Darauf freut er sich: „Die Menschen in Deutschland sind sehr nett, herzlich und hilfsbereit. In der Praxis durfte ich schon Patienten selbst befragen und untersuchen. Ich habe hier meine medizinische Fachsprache deutlich verbessern können. Ich würde jedem Medizinstudenten so ein Praktikum empfehlen“, sagt der junge Mann.

„Mir bereitet es große Freude, Medizinstudenten und Ärzte weiterzubilden“

Die Praxis Fabritz/Pleines hat darüber hinaus bis zu drei Jahre Weiterbildungsberechtigung für Allgemeinmedizin. Ihr Team wird aktuell von zwei weiteren jungen Kollegen unterstützt: Dr. Eva Krakkai-Ivacson (38) stammt aus Rumänien und lebt mittlerweile in Alsfeld. Sie ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Bisher hat sie in der inneren Abteilung des Krankenhauses Lauterbach gearbeitet. Seit 1. Mai ist sie halbtags in der Praxis beschäftigt und hat einen Sechsjahresvertrag. Für die junge Ärztin ein Glücksfall: „Die Patienten und Mitarbeiter sind sehr nett. Ich fühle mich hier wohl.“

Ihr Kollege Samuel Bubmann (36) ist verheiratet und hat ein Kind. Im September wird er zum zweiten Mal Vater. Bisher hat er in der Anästhesie in Bayern, in der Inneren, der Chirurgie und in einer Hausarztpraxis in der Schweiz sowie in einer internistischen Klinik in Südtirol gearbeitet. Für Bubmann ist es eine Rückkehr in die alte Heimat: „Ich habe eine Hausarztpraxis gesucht, die gut organisiert ist und wo ich meine Weiterbildung zum Facharzt abschließen kann. Außerdem bin ich in die Schwalm zurückgekehrt, weil ich in Ziegenhain geboren und aufgewachsen bin.“ Mit seiner Familie wohnt er in Hauptschwenda. In der Praxis arbeitet er seit 1. Juli.

Dr. Martin Fabritz ist sehr zufrieden mit der Aufstellung: „Ich bin froh, drei junge Kollegen in der Praxis zu haben. Mir bereitet es große Freude, Medizinstudenten und Ärzte weiterzubilden.“ (Sandra Rose)

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