Komponistin Roswitha Aulenkamp gastiert in der Heilandskirche in Berlin-Moabit

Mit den Pyramiden auf Reisen

Pyramiden im Garten: Die Pyramiden sind Teil der Komposition Arche Noah von Roswitha Aulenkamp. Foto: Ebers

ZIegenhain. Die Pyramiden gehen auf Reisen. Heute Abend wird Roswitha Aulenkamp aus Ziegenhain mit ihrer Komposition Arche Noah in Berlin-Moabit landen. In der Heilandskirche wird die das Werk zusammen mit weiteren Solisten präsentieren.

Die Komposition handelt von den Menschen in Berlin, denen eine gewaltige Umweltkatastrophe bevorsteht und diese sich auf eine Reise mit der „Arche Noah“ in die Zukunft begeben. Was die Menschen auf dieser Reise bewegt, drückt Aulenkamp in Musik aus und hat diese auf ihren hölzernen Pyramiden dokumentiert. Die Reisenden verfassen Botschaften an die Zukunft, Schriftstücke und Dokumente ihrer Stadt, dem Lebensraum und ihrer Produktionsstätte, welche Auszugsweise auch auf den Pyramiden abgebildet sind. All diese Dokumente werden ein Zeugnis für die Menschen in der Gegenwart sein, wenn die Arche in ferner Zeit wieder auftaucht.

Die Pyramiden sind drei Meter hoch und wurden bereits 1992 im Rahmen der Documenta X in Kassel aufgestellt. Die Solistin an der Querflöte spielt in dem Stück Passagen direkt von der Pyramide ab. In einer Pyramide ist der Schlagzeuger untergebracht, der mit seinen afrikanischen Trommelklängen die „Gefahr“ symbolisiert. Die beiden Kunstwerke sollen die Arche Noah symbolisieren.

Die Pyramiden werden als nächstes in Münster und im Kloster Himmerod in der Eifel ausgestellt. (zjh)

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