Ab Neujahr in Wohnräumen vorgeschrieben

An Rauchmeldern führt kein Weg mehr vorbei

Schwalm-Eder. Am Neujahrstag muss jede Wohnung im Schwalm-Eder-Kreis mit Rauchmeldern ausgerüstet sein.

Die kleinen Piepser waren bisher nur für Neubauten vorgeschrieben, aber dem 1. Januar 2015 werden sie für alle zur Pflicht. So schreibt es die hessische Bauordnung vor. Privathaushalte müssen nachgerüstet werden.

„Wer das nicht macht, ist selber Schuld“, sagt Kreisbrandinspektor Werner Bähr, denn Rauchmelder retten im Ernstfall Leben. „Sie sind dafür da, Schlafende zu wecken.“ Nächtliche Brände forderten die meisten Todesopfer, denn wer schläft, könne Rauch und Brandgeruch nicht wahrnehmen, erklärt Bähr. Das sei auch der Grund, warum Rauchmelder lediglich in Wohnhäusern und nicht für Gewerbe und Büros vorgeschrieben werden.

Der Eigentümer des Wohnhauses oder der Wohnung steht in der Pflicht. So muss ein Vermieter die Rauchmelder für seine Mieter anbringen, er kann die Aufgabe nicht abwälzen.

Rechtsanwältin Dagmar Neupärtl berät für den Mieterverein Borken, bei ihr waren Rauchmelder bisher noch kein Thema. Bisher scheint Einigkeit zwischen Mietern und Vermietern zu herrschen: „Ich vermute, das liegt daran, dass es Rauchmelder preiswert zu kaufen gibt.“ Sie kann nicht ausschließen, dass ab Januar noch Mieter bei ihr Rat suchen werden, weil der Eigentümer keine Rauchwarner installiert hat.

Eine Überprüfung, ob sich jeder Privathaushalt an die Rauchmelderpflicht hält, ist aktuell nicht geplant. Thomas Färber aus Habichtswald, Pressesprecher der Schornsteinfeger-Innung Kassel, hält das für wenig sinnvoll.

Bisher weisen er und seine Kollegen Kunden nur darauf hin, dass es die Regelung gibt. Doch seiner Ansicht nach, kann es dazu kommen, dass die Schornsteinfeger künftig Rauchmelder kontrollieren.

Von Claudia Schittelkopp

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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