Therese Schütz aus Lischeid stellt in der Stadtsparkasse ihre Bilder aus

Im Rausch der Sinne

Neue Ausstellung: Der Ziegenhainer Museumsleiter Konrad Nachtwey hielt die Laudatio auf Therese Schütz. Fotos: Decker

Treysa. Direktor Wilhelm Bechtel eröffnete am Donnerstagabend die Ausstellung „Im Rausch der Sinne“ der Hobbymalerin Therese Schütz in den Räumen der Stadtsparkasse in der Bahnhofstraße. Bechtel forderte die Besucher auf, sich auf die Mischung der realistischen und abstrakten Bilder einzulassen, er habe bereits beim ersten Durchgang immer wieder etwas Neues entdeckt. Konrad Nachtwey, Leiter des Schwalmmuseums, bewunderte in seiner Laudatio die Vielfältigkeit der Künstlerin.

„Sie malt in feinsten Nuancen in Pastell, in Acryl und der schwierigsten Maltechnik, in Aquarell, das ist große Kunst“, so Nachtwey. Außerdem beherrsche Therese Schütz die Mischtechniken. Die große Bandbreite ihres Könnens zeige sich in den realistischen, aber auch in ihren abstrakten Werken. Nachtwey verdeutlichte seine Einschätzung an den beiden Bildern „Waldlichtung“ und „Adlerschwingen“. Im ersten Bild verstecke sich ein Geheimnis, meinte Nachtwey. Der Blick gehe von unten von den Sträuchern und Bäumen hin zu einer Lichtung und einem geheimnisvollen Licht.

„Was passiert dort?“, frage sich der Betrachter. „Die in Acryl gemalten allerfeinsten Schattierungen beweisen das Können der Künstlerin“, sagte Nachtwey. Aber auch in ihren abstrakten Werken sei sie fantastisch. „Abstrahieren heißt, weglassen, um das Wesentliche heraus zu arbeiten“, erläuterte Nachtwey. Das Bild „Adlerschwingen“ zeige eindrucksvoll, wie gut die Lischeiderin auch diese Kunstform beherrsche. „Ich stelle sie in eine Reihe mit Rembrandt“, sagte der Laudator. Therese Schütz gehe mit offenen Augen durch die Welt, sie habe sich fast alles autodidaktisch beigebracht, jedoch auch Workshops und Kurse der Volkshochschule besucht. Beinahe flirtend zog Konrad Nachtwey einen Bezug zum Titel der Ausstellung und der Künstlerin.

„Sie malt ihrer Natur gemäß, so musste die Ausstellung einfach im Rausch der Sinne heißen“, bewertete Nachtwey mit einem charmanten Lächeln die Bilder und die Künstlerin gleichermaßen.

Die rund 30 Besucher waren ebenfalls sehr angetan von der Ausstellung, bereits nach wenigen Minuten waren die ersten Bilder schon verkauft.

Bis zum 17. Juli kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Stadtsparkasse besichtigt werden.

Von Christiane Decker

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