Beim Umbau kam Überraschendes an den Tag – Mehrkosten im Nachtragshaushalt

Willingshausen: Rechnung für Kita wächst

Wird teuerer: Der Umbau der Kindertagesstätte in Wasenberg kostet mehr als ursprünglich geplant. Zusätzlich knapp 72 000 Euro stehen dafür bereit. Foto: Grede

Willingshausen. Der Umbau der Kindertagesstätte in Wasenberg wird mehr kosten als ursprünglich geplant. Mehrheitlich beschloss die Willingshäuser Gemeindevertretung knapp 72.000 Euro im Vorgriff auf den Nachtragshaushalt dafür zur Verfügung zu stellen, um die weiteren Arbeiten zu garantieren.

Mit den neuen Berechnungen wird der Umbau mit 625 000 Euro zu Buche schlagen.

Die Mehrkosten:

Teuerer wird der Umbau in fast allen Gewerken, das machte den Gemeindevertretern eine Mitarbeiterin des Architekturbüro Gans deutlich. Ursache dafür sei, dass bei den Arbeiten viel Überraschendes an den Tag gekommen sei.

So habe es Veränderungen bei Durchbrüchen gegeben, weil in den Wänden Rohre gefunden wurden. Dadurch mussten wiederum Türen versetzt werden. Auch wurde Bauschutt gefunden, der entsorgt werden musste. Unzureichende Dämmung und schadhafte Ziegeln machten den Planern zu schaffen und ließen letztendlich Kosten für die Dachdecker und Zimmerarbeiten in die Höhe schnellen.

Zusätzliche Schreiner- und Verglasungsarbeiten belasteten zusätzlich das Budget. Das gilt auch für Trockenbauarbeiten wie eine Akustikdecke, zusätzliche Trennwände und die Warmwasseraufbereitung im Sanitärbereich.

Die Debatte:

Einigkeit herrschte in den Fraktionen, dass es bei einem Umbau durchaus Unwägbarkeiten geben könne. „Das kann passieren, wenn man ein altes Gebäude aufreißt“, zeigte Andreas Ries (SPD) Verständnis. Auch Vorgaben, beispielsweise vom Landkreis, seien nicht kalkulierbar gewesen. Das sei kein Wunschkonzert des Architekten, stellt Bürgermeister Heinrich Vesper klar. Er ist sich sicher, dass am Ende „eine schicke Einrichtung“ stehen werde. Als „tolle Leistung und gute Arbeit“, lobte er die Planer.

Die Kritik:

Insgesamt bemängelte die SPD-Fraktion einen mangelnden Informationsfluss bezüglich der Kostensteigerung. Bereits Anfang August habe eine Aufstellung vorgelegen, die die Fraktionen nicht bekommen hätten, kritisierte Andreas Ries : „Es wäre schön, wenn wir das schon vorher gehabt hätten, jetzt sollen wir innerhalb von fünf Minuten entscheiden.“ SPD-Sprecher Heinz Knoch hätte gerne die Kostenaufstellung schriftlich gehabt, um sich ein Bild machen zu können.

Die SPD hätte sich über den Gemeindevorstand vorab informieren können, meinte BGL/FWG-Sprecher Ulrich Riebeling.

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