Loshäuser Guldurferein lud nach langer Pause wieder ein

Rock im Park mit Schwalmwasser

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Lauschiger Abend bei Rock im Park: In Loshausen spielten unter anderem die Fat Cats mit Rock und Blues auf.

Loshausen. War es zu heiß? Am Samstag fand zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder ein „Rock im Park“ in Loshausen statt, doch zu Beginn um 18 Uhr drängte sich der Eindruck auf, auf einer Veranstaltung zu sein, die kaum jemand haben möchte, denn nur wenige Rockfans verteilten sich auf dem großen Gelände.

Wer jedoch trotz der hohen Temperatur den Weg in den Loshäuser Schlosspark gefunden hatte, konnte im Schatten der hohen Bäume Live-Musik vom Feinsten erleben. Ab 19 Uhr sorgte die J/M-Band mit ihrem rockigen Sound für gute Stimmung unter den knapp 100 Zuhörern. Extra für diesen Auftritt hatten sich Jan Heidenreich, Gesang, und Magnus Riebeling, Gitarre, mit drei weiteren Musikern zusammen getan und präsentierten Songs wie „Cocaine“ von J.J. Cale. Virtuose Gitarrensoli und ein perfektes Zusammenspiel begeisterten die Zuschauer, von denen sich im Laufe des Abends doch immer mehr im Schlosspark einfanden. Die zweite Band des Abend, „Fat Cats“, lieferte Rock und Blues-Musik.

Wie einst Jimi Hendrix

Mit vorgerückter Stunde nahm die Zahl der Gäste zu, aber an der Kasse hätten sie gern mehr zu tun gehabt.

Die drei Neukirchener Musiker überzeugten mit ihren Interpretationen legendärer Jimi Hendrix-Lieder, spielten aber auch wenig bekannte Stücke aus 50 Jahren Rockgeschichte. Mit ihrer Bühnenshow und ihrem gut aufeinander abgestimmten Timing wirkten sie professionell, obwohl das Trio erst seit 18 Monaten miteinander musiziert. Gegen 23 Uhr betrat die letzte Band die Bühne und sorgte für echte Rockstimmung bis weit nach 1 Uhr in der Früh. Die hessisch-niedersächsische Formation „Chip n´ Steel“ bot mit ihrem Konzert „Tribute to Joe“ eine Hommage an den 2014 gestorbenen Musiker Joe Cocker.

Wer die Augen schloss, meinte die röhrende Stimme von Joe Cocker zu hören, aber auch wer die Augen öffnete, fand viele Ähnlichkeiten des Frontmannes mit der legendären Rockgröße. Michael Dippel-Books, ein untersetzter älterer Herr mit grauen Haaren und Dreitagebart, stand in schwarzem Hemd und schwarzer Hose vor dem Publikum, gestikulierte in der typischen Cockerart mit seinen Armen und schnitt beim Singen ähnliche Grimassen wie sein Vorbild. Und das Publikum feierte die Musiker begeistert.

Mit echtem Schwalmwasser

Der Loshäuser Guldurferein setzte für das Gelingen des Konzertes nicht allein auf die Musik, sondern hatte sich zusätzlich etwas einfallen lassen.

Eine Naturdusche mit echtem Schwalmwasser bot allen Hitzegeschädigten eine kostenlose Erfrischung, mehrere Planschbecken luden ein, die Füße oder Hände abzukühlen, und am Abend sorgten Schwedenfeuer und das klassische Lagerfeuer für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Park – und dafür, so das Fazit zum Abschluss, wurden dann doch rund 500 Tickets verkauft.

Rock im Park in Loshausen

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