Rostschäden am Brunnen in Mengsberg: Trübstoffe werden herausgefiltert

Keine Trübung mehr: (von links) Fachbereichsleiter Thomas Dickhaut, Bürgermeister Thomas Groll, Jürgen Gies vom Bauhof der Stadt Neustadt und Ortsvorsteher Karlheinz Kurz zeigen eine saubere Wasserprobe, die aus dem Mengsberger Brunnen entnommen wurde. Foto: Hildebrand

Mengsberg. Das Jahr 2015 begann für die Mengsberger mit einem Schrecken: Im Wasser aus dem Brunnen des Dorfs war am 2. Januar eine deutliche Trübung festgestellt worden.

Auch wenn die Arbeiten an dem Brunnen weiter andauern: Klares Trinkwasser gibt es in Mengsberg schon jetzt wieder.

„Gerade in solchen Situationen, die nicht alltäglich sind, zeigt sich, ob man gut aufgestellt ist. Und ich denke, dass wir das in Mengsberg sind“, sagte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll. „Sofort nachdem die Trübung festgestellt wurde, haben wir an einer Lösung für das Problem gearbeitet.“

So habe man Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen, um festzustellen, ob das Wasser Keime oder Bakterien enthält. „Von der Qualität war das Wasser in Ordnung und zu keiner Zeit war der Konsum davon gesundheitsgefährdend“, erklärte Groll. Auch jetzt kontrolliere man das Wasser alle drei Tage.

Die Trübung in dem 120 Meter tiefen Brunnen entstand durch Rostschäden an der 36 Jahre alten Verrohrung. Dadurch sackte die Kieshinterfüllung der Ausbauverrohrung nach. Jetzt arbeitet eine Firma aus Großalmerode daran, die Schäden an dem Brunnen zu reparieren.

Dabei werden zuerst die Trübstoffe aus dem Wasser herausgefiltert. In regelmäßigen Abständen wird mit einer Pumpe frisches Wasser in die Hochbehälter in Mengsberg gefüllt. Sind diese voll, wird die Entsandung fortgesetzt. Diese beiden Arbeitsschritte wechseln sich so lange ab, bis das Wasser im Brunnen wieder komplett klar ist. Die Gefahr, dass den Mengsbergern das Wasser ausgeht, bestehe laut Thomas Dickhaut, Fachbereichsleiter für Bauen, Planen und Umwelt, nicht: „In den Hochbehältern ist genug Wasser, um Mengsberg zu versorgen. Außerdem füllen wir diese immer nach.“

Sobald die Entsandung des Brunnens abgeschlossen ist, wird noch ein neues Rohr eingelassen und eine passende Pumpe eingebaut. In etwa zwei Wochen sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Laut Groll liegen die Kosten dafür im fünfstelligen Bereich.

„Natürlich dachte ich mir da, dass das neue Jahr ja gut anfängt“, sagte Groll. Dennoch bleibt er zuversichtlich: „Wir erledigen die Arbeiten jetzt Schritt für Schritt und haben dann hoffentlich lange Ruhe.“

Von Kevin Hildebrand

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