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Sängerkreis Schwalm-Heimat feierte sein 70-jähriges Bestehen

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Von: Sylke Grede

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Helmut Daub, Paul Dickel, Hans Krähling, Uwe Hett, Karl Schenk, Georg Heinrich Schäfer, Hermann Steuerwald sowie Heinrich Wagner stehen mit Urkunden in den Händen, gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Pinhard und Andreas Schultheis vor der Bühne.
Ehrensache: Die Bürgermeister Stefan Pinhard (links) und Andreas Schultheis (rechts) gratulierten von links Helmut Daub, Paul Dickel, Hans Krähling, Uwe Hett, Karl Schenk, Georg Heinrich Schäfer, Hermann Steuerwald sowie Heinrich Wagner. Sie erhielten Ehrungen für zahlreiche Jahre im Sängerkreis Schwalm-Heimat. © Sängerkreis Schwalm-Heimat

Am Samstag feierte der Sängerkreis Schwalm-Heimat seinen 70. Geburtstag. Zu diesem Anlass traten sieben Chöre in Ziegenhain auf.

Ziegenhain – „Viele Künste kann der Teufel, aber singen kann er nicht!“ Mit diesem etwas abgewandeltem Zitat von Max Bewer begrüßte Schrecksbachs Bürgermeister Andreas Schultheis die Chorgemeinde des Sängerkreises Schwalm-Heimat. Sein Amtskollege aus Schwalmstadt, Stefan Pinhard, bestätigte dies mit den Worten „Chöre bemühen sich nicht nur um einen guten Ton, sie sorgen oft auch für einen guten Namen in der Gemeinde.“ Und das hörte man auch am Samstag beim 70. Geburtstag des Sängerkreises Schwalm-Heimat.

Sieben Chöre, überwiegend Männerchöre ließen ihre Stimmen erklingen und sorgten für ein Stück Wohlbefinden, wie Monika Friedrich vom Bundesvorstand des Mitteldeutschen Sängerbundes den Chorgesang beschrieb. Sie überbrachte die herzlichsten Glückwünsche des Präsidenten Volker Bergmann.

traditionelle und moderne Stücke

Fünf Männerchöre sorgten in der Kulturhalle Ziegenhain für einen gewaltigen Chorklang. Schon der Kreischor, bestehend aus Mitgliedern von Holzburg, Schrecksbach, Merzhausen, Willingshausen und Wiera, präsentierten zweimal unter der Leitung von Andy Stein und Hans-Wilhelm Stumpf traditionelle und moderne Chorstücke. Der „Sängergruß“, ein Arrangement von Othmar Kist, „Singen ist Leben“ von Karl-Heinz Weber-Müllenbach und „Klinge mein Herz“ von Fritz Panzer wurden vom stellvertretenden Kreischorleiter Hans-Wilhelm Stumpf dirigiert.

Etwa 40 Mitglieder des Sängerkreis-Chores Schwalm-Heimat stehen vor der Bühne.
Der Sängerkreis-Chor Schwalm-Heimat feierte sein 70-jähriges Bestehen in der Kulturhalle in Ziegenhain. © Privat

Die drei Lieder am Ende des Liederabends „Das Morgenrot“ von Rudolf Pracht, ein Männerchorklassiker, wunderbar vom Kreischor gesungen und „Im schönsten Wiesengrunde“ von Wilhelm Steinheuser wurden ebenso von Kreischorleiter Andy Stein dirigiert wie der Schlager „Über sieben Brücken musst Du gehen“. Bei diesem Lied sang nicht nur der Chor, sondern auch die kleine Tochter von Andy Stein und der ganze Saal mit.

Mara, die Tochter von Andy Stein, war es auch, die ein Mundartgedicht vortrug. Das ungeübte Ohr benötigte eine Weile, ehe es erkannte, dass es eine Gedichtform des Märchens Rotkäppchen war.

Andy Stein dankte Helmut Daub für sein Wirken im Sängerkreis. Er ließ alle Gäste den Kanon „Ja dan duia“ singen, bevor sein eigener Chor der MGV Schrecksbach zum Singen antrat. Mit dem durchkomponierten Volkslied „Im Walde“ und dem Scherzlied „Bei Nacht“ unterhielten sie gekonnt das Publikum.

Auftritt des Frauenchores Dreiklang

Nur ein Frauenchor war an diesem Abend zu hören. Der Frauenchor Dreiklang unter der Leitung von Helmut Daub glänzte mit sehr aktuellen Liedern. Mit „Die Gedanken sind frei“ und „Allen Menschen Frieden“ erinnerte man daran, wie sehr der Frieden und die Meinungsfreiheit auf der ganzen Welt augenblicklich infrage gestellt werden.

Vor der Pause hörte man den MGV Holzburg unter seiner neuen Chorleiterin Saskia Fink. Seit dem Frühjahr dirigiert sie die Männer. Die Pharmaziestudentin hat zuvor Geige und Dirigat an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen studiert, ehe sie den Männerchor übernahm.

Nach einem Geburtstagsständchen für eine Gasthörerin ging es mit der Liedertafel Treysa weiter. Auch sie haben einen neuen Chorleiter: Wilfried Tschuppik, der an diesem Abend auch den MGV Mengsberg dirigiert, hat noch einen weiteren Chor in Momberg. Die Liedertafel Treysa unterhielt gekonnt mit traditioneller Männerchormusik „Liebe des Lebens“ und „Glocken der Heimat“, bevor sie die Hymne an die Zukunft von Udo Jürgens „Ihr von morgen“ überzeugend vortrugen. Der Chorleiter blieb auf der Bühne, doch der Chor wechselte.

Der MGV Mengsberg bot Chormusik aus dem 20. Jahrhundert. „Die Rose“ von Amanda MC Broom nach einer deutschen Übersetzung von Wolfgang Tropf, „Eviva España“, einst von Heino gesungen, und „Die kleine Kneipe“ von Peter Alexander.

Ein gemischter Chor trat auf

Der einzige Gemischte Chor kam aus Wasenberg. Er vervollständigte sich mit Sängern aus Wiera und Sängerinnen vom Frauenchor Dreiklang. „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader und „Sing von der Freude“ sangen sie unter der Leitung von Helmut Daub. Ihr Abschlusslied „Als Freunde kamen wir“ von Gerd Onnen hätte auch gut an das Ende der Veranstaltung gepasst.

Der Liederabend war aber nicht nur eine Geburtstagsfeier des Sängerkreises Schwalm-Heimat, sondern auch Konzertabend für die vielen Aktiven, die an diesem Abend für ihr sängerisches Mitwirken in den Gesangsvereinen geehrt wurden. „In Freud und Leid zum Lied bereit“ zitierte Helmut Daub die jahrhundertelange Vereinskultur. (Sylke Grede)

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