Mitgliederversammlung: Touristik Service Kurhessisches Bergland zog positive Bilanz

Sanfter Tourismus zieht

Tourismus im Fokus: (von links) Klemens Olbrich, Tatjana Grau-Becker, Dr. Robert Datzer, Birger Fey und Rainer Geisel. Foto: Haaß

Frielendorf. Eine durchweg positive Bilanz zog für das vergangene Jahr der Vorstand des „Touristik Service Kurhessisches Bergland“ in seinem Geschäftsbericht. Die Mitglieder des Verbands trafen sich im Hotel Hassia in Frielendorf zur 37. ordentlichen Mitgliederversammlung.

Im vergangenen Jahr habe es im Schwalm-Eder-Kreis über 637 000 Übernachtungen gegeben, teilten Geschäftsführer Rainer Geisel und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Birger Fey und Klemens Olbrich mit. Nicht in der Statistik berücksichtigt seien hierbei Unterkünfte mit weniger als zehn Betten. „20 Prozent der Besucher wurden also gar nicht statistisch erfasst und müssen eigentlich mitgezählt werden“, sagte Geisel.

Abgesehen vom Sonderfall Bad Zwesten, machten 2014 die meisten Menschen in Frielendorf Urlaub. Die Ohetalgemeinde zählte im vergangenen Jahr fast 56 000 Übernachtungen und verbuchte damit im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 6,4 Prozent. An zweiter Stelle steht Melsungen mit 44 778, gefolgt von Knüllwald mit 41 078 Übernachtungen. Den höchsten Zuwachs verzeichnete Borken mit einem Plus von 18.8 Prozent.

Insgesamt gab es im Schwalm-Eder-Kreis gegenüber 2013 bei den Gästeankünften einen Zuwachs von 8,5 Prozent, bei den Übernachtungen von 5,8 Prozent. Die meisten Gäste kamen aus Nordrheinwestfalen, Südniedersachsen, den neuen Bundesländern, Holland und Hessen. Urlaub in Deutschland ist nach wie vor angesagt, so die Erfahrung der Tourismusprofis.

Positive Entwicklung

„In 2014 hat der Tourismus im Verbandsbereich eine außerordentlich positive Entwicklung genommen“, sagte Frielendorfs Bürgemeister Fey. Mit der Konzentration auf den sanften Tourismus habe man schon frühzeitig auf das richtige Pferd gesetzt und könne nun die Früchte ernten.

„Die Menschen kommen gerne zum Wandern und Radwandern in unsere Region. Gerade die Flussradwege sind für Radfahrer sehr attraktiv“, erklärte Geschäftsführer Rainer Geisel. Auch das klassische Wandern sei für den Tourismus im Schwalm-Eder-Kreis ein wichtiges Standbein.

Hier gelte es, zukünftig zum Beispiel mit attraktiv und verkehrsgünstig gelegenen Wanderparkplätzen auf veränderte Bedürfnisse bei den Wanderfreunden zu reagieren, sagte Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich.

Als Reaktion auf den gesellschaftlichen und demografischen Wandel will der Touristik Service Kurhessisches Bergland in Zukunft sowohl bei den Tourismuskonzepten, aber auch bei den Mitgliedsbetrieben in der Region verstärkt auf partnerschaftliche Zusammenarbeit setzen. „Tourismus ist für die Region eine strukturpolitische Perspektive, und Kooperationen sind der Schlüssel“, zeigte sich Birger Fey überzeugt.

Von Matthias Haaß

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