Schlaflos im Mengsberger Hallenbad: Schwimmer halten sich mit Kuchen wach

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Warten auf den Einsatz: Beim 24-Stunden-Schwimmen der Neustädter DLRG im Schwimmbad von Mengsberg waren von links Nicvole Nauß, Leonie Apel und Elisabeth Böcher dabei.

Zum 29. Mal machten die Schwimmer der DLRG-Ortsgruppe Neustadt die Nacht zum Tag: Sie starteten zum 24-Stunden-Schwimmen im Mengsberger Hallenbad. Ziel der Aktion: Genug Spenden für ein neues Zelt zusammenzubekommen.

Ziel der Aktion war es, Geld für den Verein zu erschwimmen. „Wir wollen ein neues Zelt anschaffen. Das alte ist in der Flüchtlingshilfe im Einsatz. Wir brauchen das Zelt für den Katastrophenschutz, Veranstaltungen, Freizeiten und die Jugendarbeit“, erklärte der Vorsitzende Sven Haude.

So legten 24 Aktive aus der Ortsgruppe, aber auch Freiwillige aus der befreundeten Ortsgruppe aus Marburg los. Den Startschuss gab Landrätin Kirsten Fründt. Ebenfalls mit von der Partie waren Bürgermeister Thomas Groll, Stadtverordnetenvorsteher Karl Stehl sowie Neustadts Ortsvorsteher Klaus Groll. Als schwimmende Gäste waren vier Vertreter der CDU-Fraktion aktiv.

Ein großes Ziel hatten sich die Schwimmer gesetzt: 100 Kilometer in 24 Stunden zu schaffen. Hierfür legten sich die vier Gruppen mit je sechs Schwimmern ins Zeug. Ein Plan regelte, wann welche Gruppe den symbolischen Staffelstab entgegen nahm. Das bedeutete für die Teilnehmer, dass sie höchstens zwei Stunden Ruhe fanden.

„Bis man aus dem Wasser ist, geduscht ist, vergeht schon eine halbe Stunde. Dann noch etwas essen und kurz schlafen - da verfliegt die Zeit“, sagte Haude. Dabei lasse man Jüngere auch schlafen, wenn sie friedlich im Vorraum schlummerten und erschöpft seien. „Dann müssen die Älteren doppelt ran.“

Gespendet hatten für die Aktion Politiker, Firmen und Institutionen, die entweder Geld für jeden erschwommenen Kilometer stifteten oder einen Festbetrag zugesagt hatten.

Als jüngste Schwimmerin stieg diesmal die zwölfjährige Greta Seitz ins Becken. Allesamt gut verpflegt wurden die Teilnehmer von den Helfern, die stets das Buffet deckten, mit Kuchen, Nudeln, Süßspeisen und Toast. „Nachts geht besonders der Kuchen gut - morgens ist der fast immer komplett verspeist“, erzählte der Vorsitzende aus seiner Erfahrung.

Gewechselt wurde übrigens beim Schwimmen nach jeweils 50 Metern, also zwei Bahnen. Die Gruppen wechselten im Stundentakt. Nicole Nauß, Leonie Apel und Elisabeth Böcher waren sich jedenfalls einig: „Ein tolles Gemeinschaftserlebnis, das einfach Riesenspaß macht.“ 

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