Museum Holzburg öffnet kommenden Sonntag nach der Winterpause wieder die Türen mit neuem Programm

Schnatz, Schwatz und Schickes

Viel geplant: Museumsleiter Dr. Anton Merk und sein Team sind mit den Vorbereitungen zur Wiedereröffnung des Museums beschäftigt. Neu mitarbeiten wird Heidrun Merk (rechts). Foto: Rose

Holzburg. Pünktlich zum Frühjahr öffnet auch das Museum in Holzburg wieder seine Türen für die Besucher: Das Team um Museumsleiter Dr. Anton Merk und den Vorsitzenden Klaus Hahn hat im Winter nicht geruht, sondern an Haus und vor allem an einem neuen Jahresprogramm gearbeitet.

Am Sonntag, 12. April, starten Gastgeber und Gäste in die Museumssaison. Bis September ist rund um das Museum, das Gasthaus Wahl, die Pfarrscheune und die sich anschließende Galerie einiges geboten.

Wie gewohnt wird das Museumscafé mit Leckereien locken, im Erdgeschoss des Gasthauses ist seit dem vergangenen Jahr die restaurierte Backstube wieder in Betrieb. Neu eingerichtet wird aktuell die „Holzburger Heimatstuben“ im Obergeschoss. „Die Dauerausstellung zeigt viele Schätze aus dem Bestand, Interessantes zu Vereinen, aber vor allem die Menschen und Fotos von Pfarrer Metz“, erläutert Merk. Kostbarkeiten der Volkskunst und der Alltagskultur der Schwalm finden sich in 16 Räumen in der ehemaligen Pfarrscheune. Als drittes Haus gehört die Hofschmiede Schreiber in unmittelbarer Nachbarschaft des Pfarrhofes dazu.

Als neue Reihe wird Merk in diesem Jahr „Das besondere Objekt“ präsentieren: „Hierbei werden innerhalb des Museums Objekte herausgegriffen und ausführlich durch eine didaktische Einheit erläutert“, so Merk. Ein Höhepunkt sei sicherlich die Vorstellung des jüdischen Türsturzes aus Merzhausen.

Erstmalig seien im Museum in einer Ausstellung auch keramische Arbeiten zu sehen. Im Juni wird Martina Schoder die zentrale Bedeutung von Rosetten, einem wesentlichen Element der Schwälmer Volkskunst, zeigen.

Ein weiterer Höhepunkt im Ausstellungsreigen soll die Schau „Mode und Tracht“ im September werden. „Die Schwälmer Tracht ist in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in der lokalen Presse eine „Trachtlerin“ abgebildet wäre. Trotzdem ist über die Herkunft und Entstehung dieser so markanten Kleidungsform wenig bekannt“, sagt Anton Merk. Ziel der Ausstellung sei es, drei Themen herauszuarbeiten: der Ursprung der Tracht in der Kleidung des 17. und 18. Jahrhunderts, die Aufspaltung der Kleidung in Mode und Tracht und neue Formen der Tracht.

Neu im Team ist Heidrun Merk. Die Kulturanthropologin und frühere Frau des Museumsleiters wird sich in diesem Jahr zwei Schwerpunkten widmen. Dem neuen Format „Erzählcafé“ und der Museumspädagogik. Zum Erzählcafe sollen Zeitzeugen im Museum Geschichte und Geschichten von Einst erzählen. „Besonders interessieren mich alte Handwerksberufe“, sagt Heidrun Merk. „Wir wollen zuhören, was „die Alten“ uns zu sagen haben.“ Zudem wolle sie in den Sommerferien Museumsangebote für Kinder anbieten. Hierbei soll es um Lieblingsstücke gehen, die die Kinder in einer Schachtel mit ins Museum bringen sollen. (zsr)

Termin: Sonntag, 12. April, 14 bis 17 Uhr: Eröffnung der Museumssaison, „Holzburger Heimatstuben“, im Obergeschoss des Gasthauses Wahl wird das Thema „Das Dorf Holzburg“ als Dauerausstellung zu sehen sein, Eröffnung ist um 15 Uhr.

Öffnungszeiten des Museums: Jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr, auch das Museumscafé ist geöffnet. Kontakt: Dr. Anton Merk, Tel. 06698/911 405, info@dorfmuseum-holzburg.de, www.dorfmuseum-holzburg.de

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