Feuerwehr bleibt im Dorf: Großes Interesse an Bürgerversammlung in Holzburg

Interessiert: Die Bürgerversammlung war gut besucht, es ging auch um künftige Windkraftnutzung. Foto: Matthias Haaß

60 Schrecksbacher hat Parlamentsvorsteher Michael Grothe diese Woche zu einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Holzburg begrüßt.

Die Tagesordnung reichte von den Gemeindefinanzen über Feuerwehr bis hin zum Thema Windkraft. Auch die ärztliche Versorgung war Thema, unsere Zeitung berichtete bereits.

Gemeindefinanzen

Zur Zeit habe die Gemeinde Schrecksbach rund 9,35 Millionen Euro Schulden, berichtete Bürgermeister Andreas Schultheis den Anwesenden. Damit setzt sich ein positiver Abwärtstrend fort. Aufgrund notwendiger Investitionen werde man zum Jahresende aber an der 10 Millionen Euro Grenze kratzen, sagte der Verwaltungschef: „Grundsätzlich denke ich, das ist in Ordnung.“ Noch seien die Steuereinnahmen sehr gut, dies könne sich aber in Zukunft ändern, gab Schultheis zu bedenken.

In 2018 und 2019 investierte Schrecksbach rund 900 000 Euro in die Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise den Kindergarten in Röllshausen und die Feuerwehr. „Das war kein Spielzeug für die Wehren, sondern Sachen, die notwendig sind“, betonte der Bürgermeister.

Im kommenden Jahr soll unter anderem in die Ortsdurchfahrt und die Kläranlage Holzburg investiert werden. Auch eine Sanierung der Spielplätze ist geplant. „Besser weniger Plätze, aber dafür besser ausgestattet“, so Schultheis.

Feuerwehr

In seinem Bericht ging der Gemeindebrandinspektor auf die zukünftige Struktur und Fahrzeugausstattung der Feuerwehr ein. Dabei sprach sich Schier gegen ein zentrales Feuerwehrhaus aus und plädierte für den Erhalt aller Ortsteilfeuerwehren. Zur Standortfrage der Feuerwehr Schrecksbach (Kernort) machte Schier keine Angaben: „Wo ein Feuerwehrhaus hinkommt und was am günstigsten ist, kann ich nicht sagen.“

Windkraft

Schrecksbach wird sich in einer Stellungnahme an das Regierungspräsidium erneut gegen die Vorrangfläche HR 53 Kohlwald aussprechen. Im Gegensatz zum Vorranggebiet HR 50 ist der Kohlwald im Regionalplan verblieben.

Man möchte in dem Bereich aber keine Windkraftanlagen (WKA) haben, erklärte Bürgermeister Schultheis: „Jeder soll einen Beitrag leisten. Das haben wir gemacht und damit ist auch gut.“

Während einige Waldeigentümer bereits Vorverträge abgeschlossen hätten, hätten sich andere wie zum Beispiel die Waldinteressenten klar gegen eine Nutzung ausgesprochen, so der Verwaltungschef: „Abicon wird die Planungen trotzdem weiter vorantreiben.“ Seitens der Gemeinde wurde jetzt ein Vogelgutachten beauftragt, um weitere Argumente gegen WKA zu bekommen.

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