Kunstwerke an Schulen in Ziegenhain

Schule als Kunstgalerie: Grundschule in Röllshausen von Wilhelm Zastrow künstlerisch gestaltet

Die Grundschule Röllshausen wurde von dem Kunstmaler Wilhelm Zastrow künstlerisch ausgestaltet.
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Die Grundschule Röllshausen wurde von dem Kunstmaler Wilhelm Zastrow künstlerisch ausgestaltet.

Auch an kleinen Dorfschulen im Altkreis Ziegenhain gibt es Kunstwerke. Darauf weisen Konrad Selentschik und Hans Roth hin.

Auch an kleinen Dorfschulen im Altkreis Ziegenhain gibt es Kunstwerke. Darauf weisen Konrad Selentschik und Hans Roth hin. Die beiden Röllshäuser Dorfchronisten reagieren damit auf unsere Berichterstattung über das Verschwinden der Burek--Kunstwerke im Zuge von Bauarbeiten – zunächst am Schwalmgynasium in Treysa, jetzt an der Schule am Alleeplatz in Ziegenhain.

Georg-August-Zinn-Schule 

Als exemplarisches Beispiel beschreiben die beiden Röllshäuser die „Kunst am Bau“ an der Georg-August-Zinn-Schule in Röllshausen. Diese Schule wurde laut Konrad Selentschik im Zeitraum 1955/56 als Volksschule für das 1. bis 8. Schuljahr neu im Dorfzentrum Röllshausens an der Schwalm errichtet. In den 1970er-Jahren wurde sie durch die Schulzentralisierung zu einer Grundschule zurückgestuft und ist heute ein Standort der Grundschule am Metzenberg in Schrecksbach.

Kunstmaler Wilhelm Zastrow 

Der Schulneubau in Röllshausen wurde seinerzeit von dem Kunstmaler Wilhelm Zastrow in vielfältiger Weise künstlerisch ausgestaltet, wissen die beiden Röllshäuser. Seine Arbeiten in der Schule sind, mit Ausnahme der bemalten Klassenzimmertüren, bis heute erhalten geblieben. Die Klassentüren entsprachen nicht mehr den Anforderungen des Brandschutzes. Über den Künstler berichten sie Folgendes: Wilhelm Zastrow (1909 bis 1982) lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Willingshausen, später in Schwalmstadt. Er zählt zur Willingshäuser Malerkolonie und gehörte auch zu der von Vincent Burek begründeten Künstlergruppe „neue schwalm“ an.

Recherchen zu Zastrows Tätigkeiten

Rechnungsbelege für seine Arbeiten in der Schule Röllshausen waren nicht mehr zu finden. Aber es sei davon auszugehen, dass ein damals festgelegter Prozentsatz von der Bausumme für die „Kunst am Bau“ zur Unterstützung der regionalen Künstler ausgegeben werden musste, meinen die beiden Röllshäuser Chronisten.

Als Besonderheiten des Röllshäuser Schulgebäudes sind die großen Wandmalereien im Flur und in den Treppenhäusern zu erwähnen sowie die Bilder an den Klassenzimmertüren.

Sogar das Trinkwasserbecken mit Motiven gestaltet 

Die Bilder auf den Türen stellen Märchen und Sagen dar, während auf dem Wandbild im Flur eine Schwälmer Kirmes vor der Kulisse des Schönbergs zu sehen ist. Auch die Stützpfosten der Pausenhalle und ein dort befindliches Trinkwasserbecken sind mit künstlerischen Motive gestaltet.

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