Gruben wurden nicht als Biotope angelegt

Spaziergänger entdeckt mysteriöse Löcher im Wald – Das steckt dahinter

Spaziergänger rätseln: Im Wald zwischen Schrecksbach und Wincherode befinden sich große Gruben im Waldboden.
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Spaziergänger rätseln: Im Wald zwischen Schrecksbach und Wincherode befinden sich große Gruben im Waldboden.

In Neukirchen entdeckt ein Mann mysteriöse Löcher bei einem Waldspaziergang. Das Forstamt erklärt, was es mit ihnen auf sich hat.

Schrecksbach / Wincherode – Eine überraschende Entdeckung machte HNA-Leser Eduard Duschek während eines Waldspaziergangs. Am Wegrand entdeckte er Gruben, die vorher nicht zu sehen waren. Wir fragten beim Forstamt Neukirchen nach.

Die Vermutung, dass es sich um Biotope handelt, bestätigte sich nicht. „Die Gruben zwischen Schrecksbach und Wincherode wurden für die Abführung des Regenwassers von Waldwegen gegraben. Durch die Regenmassen in den vergangenen Monaten kam es vermehrt zu Schäden an den Wegen im Wald“, erklärte Revierleiter Martin Bartsch-Stucke.

Wenn Wasser nicht gut abgeleitet wird, bestehe die Gefahr, dass die Wege überschwemmt werden. Aufgespülte und verstreute Steine könnten die Wege teilweise unbrauchbar machen, so Bartsch-Stucke. Das wäre mehrfach bedauerlich, denn die Waldwege würden ja nicht nur von Forst- und Waldarbeitern genutzt, um unter anderem Holz abzutransportieren, sondern auch von Spaziergängern und Freizeitsportlern – viele seien dort gerne unterwegs.

Neukirchen: Gruben im Wald sind keine Neuheit

„Um das Wasser, welches sich auf den Wegen sammelt abzuleiten, läuft es erst einmal in die seitlichen Gräben der Wege und münde dann in die Versickerungsgruben“, erklärt der Revierleiter.

Haben die Gruben das Wasser aufgenommen, versickert es teilweise im Boden und kann von Pflanzen durch die Wurzeln aufgenommen werden. „Das restliche Regenwasser wird durch Abläufe in den Gruben in Form von Rohren abgeleitet. Diese Rohre liegen geschickt versteckt unter der Erde“, erklärt Bartsch-Stucke.

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Die Gruben im Wald seien dabei keine Neuheit. Die bereits vorhandenen Sammelgruben waren aber nicht mehr ausreichend, um den vermehrten Regen der vergangenen Monate aufzufangen. Die neuen sollen das Problem lösen. (Celine Kühn)

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