Pilotprojekt in der Schwalm: Gesundheitszentrum in Schrecksbach  für 6,5  Millionen Euro geplant

Dr. Norbert HesselbarthProjektplaner

Einige Monate war es um das in Schrecksbach geplante Medizinische Versorgungszentrum ruhig geworden. Nun kommt neuer Schwung in das Projekt. Nach Angaben der Planer soll aus dem Vorhaben in der Schwalm ein hessenweites Pilotprojekt werden.

Wie Dr. Norbert Hesselbarth, einer der Initiatoren, am Dienstagabend in einer Bürgerversammlung in Holzburg informierte, sind die Planungen so gut wie abgeschlossen. In dem 6,5 Millionen Euro teuren Versorgungszentrum werden nach Angaben des Facharztes ärztliche und pflegerische Seite miteinander vernetzt: „Das wäre eine Entlastung für die Krankenhäuser.“

Das Vorhaben soll mit privaten und öffentlichen Mitteln finanziert werden. Und genau das ist zur Zeit ein Problem. Der Gesetzgeber sieht für einen vernetzten Ansatz noch keine Förderung im investiven Bereich vor. Um das Ärztehaus bauen zu können, erhofft sich Hesselbarth Landesfördermittel in Höhe von 2 bis 2,5 Millionen Euro. Nur so sei eine wirtschaftliche Umsetzung möglich.

Bei einem ersten Vorstoß in Wiesbaden sei das Projekt zwar wohlwollend zur Kenntnis genommen worden, aber es habe mit Hinweis auf die Gesetzeslage keine Zusagen gegeben, so der Mediziner: „Da habe ich vor einem Jahr eine schöne Abfuhr bekommen.“

Das hat sich jetzt offenbar geändert. Gemeinsam mit Projektpartner Ralf Geisel (Pflegedienst Geisel, Großropperhausen) ist Hesselbarth Mitglied einer Arbeitsgruppe des Landes Hessen. Ziel ist es, die gesetzlichen Grundlagen für vernetzte Medizinische Versorgungszentren zu schaffen. Nur dann wäre eine Förderung möglich.

Da eine Gesetzesänderung frühestens 2021 realistisch sei, habe man die Hoffnung, dass noch vorher eine Experimentierklausel greife, sagte der 53-Jährige: „Dann könnte es losgehen.“

Sollte es zu keiner Lösung kommen, müsse er sich über den Praxisbetrieb in Röllshausen aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten Gedanken machen. Dies habe aber wohl keine Auswirkungen auf den Arztsitz, beruhigte Hesselbarth. Foto: Matthias Haaß

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