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VfB Schrecksbach organisierte Sportwochenende

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Von: Bernd Knauff

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Familientour: von links Pius Kalbfleisch mit seinen Eltern Steffen und Christine sowie den Geschwistern Elsa und Mathilde aus Alsfeld sowie Mika und Marlon Schröder (Schrecksbach) mit Opa Heinz.
Familientour: von links Pius Kalbfleisch mit seinen Eltern Steffen und Christine sowie den Geschwistern Elsa und Mathilde aus Alsfeld sowie Mika und Marlon Schröder (Schrecksbach) mit Opa Heinz. © Bernd Knauff

An den Fahrzeugkennzeichen der aus ganz Deutschland sowie Belgien und Luxemburg angereisten Teilnehmer war schnell zu erkennen, dass das Radsport-Wochenende des VfB Schrecksbach trotz einmaliger Corona-Unterbrechung in 2020 weiterhin beliebt ist.

Schrecksbach. Bei tropischen Temperaturen konnten sich die Radsportler zunächst auf den am Donnerstag, Freitag und Samstag angebotenen, geführten Touren zwischen 40 und 120 Kilometer Streckenlänge beweisen. Am Sonntag stand der Radmarathon, die Radtouren-Fahrten über 44, 79 oder 110 Kilometer, die Graveltouren abseits der Straßen über 33 oder 52 Kilometer sowie die Familien-Tour auf dem Programm. Die Wendepunktstrecke führte vom Veranstaltungszentrum im Metzenberg-Stadion entlang des Radweges Schwalm zum alten Freibad in Ziegenhain und zurück.

Bei schwüler Witterung mit über 30 Grad nahmen 350 Sportler die Strecken in Angriff, darunter 55 den anspruchsvollen Kurs des Radmarathons durch Schwalm, Vogelsberg und Knüll über 204 Kilometer und 2530 Höhenmeter. 50 von ihnen erreichten das Ziel, darunter der Landesfachwart des Hessischen Radsportverbandes (HRV) Wolfgang Rinn, zugleich auch als offizieller Beobachter des HRV eingesetzt. Um 6 Uhr morgens bereits gestartet, bewältigte mit der aus dem Sauerland angereisten Katrin Helmes auch eine Frau nach guten acht Stunden den Langstreckenkurs. Die letzten Athleten erreichten gegen 17.30 Uhr das Ziel.

Sportlich unterwegs: Markus Happel absolvierte die 110-Kilometer-Distanz.
Sportlich unterwegs: Markus Happel absolvierte die 110-Kilometer-Distanz. © Bernd Knauff

Touren ohne Wettkampfcharakter

„Streckenauswahl und Streckenführung waren perfekt gewählt“, zollte Markus Happel den Organisatoren im Ziel der 110 Kilometer-Distanz ein dickes Lob. Der 39-jährige Konstrukteur vom osthessischen RSC Bimbach/Großenlüder beeindruckte mit einer besonderen Leistung, denn er benötigt für seine Mobilität knieabwärts an beiden Beinen Prothesen. Nach vier Stunden und 20 Minuten hatte Happel die Strecke mit Bravour absolviert.

Angeführt vom zweiten Vorsitzenden des Radsportbezirks Kassel, Heinz Kern (Neukirchen) sowie VfB-Abteilungsleiter Holger Dirlam und Steffen Schröder waren über 50 Helfer des Vereins für die Organisation im Einsatz. Sie sorgten für die nötige Abstimmung mit den Straßenverkehrsbehörden, den Aufbau, die Betreuung und den Abbau der sieben Kontroll- und Verpflegungsstationen. Zudem noch für die computerunterstützte Erfassung aller Teilnehmer und Bestätigung ihrer regelkonform absolvierten Tour. Alle Strecken waren ohne Wettkampfcharakter zu befahren, folglich auch ohne Zeitdruck. Zudem bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, je nach Fitnessstand und Befinden, noch während der Fahrt die zu bewältigende Distanz wahlweise zu verändern. Ein Anreiz, der im kommenden Jahr erneut geboten wird, wenn auf Einladung des VfB Schrecksbach wieder Radsportler die Schwalm, den Vogelsberg und den Knüll durchqueren.

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