Satzung soll geprüft werden

Schrecksbacher Parlament: Beratungen über Windpark und Rasengrabfeld

Schrecksbach. Länger diskutiert wurde am Donnerstagabend während der Gemeindevertretung Schrecksbach über die Änderung der Gestaltung des Rasengrabfeldes auf dem Friedhof in Holzburg.

Wie sehr die Holzburger das Thema bewegt, bewiesen 180 gesammelte Unterschriften, die Bürgermeister Andreas Schultheiß vorgelegt wurden.

„Ich weiß, dass das Thema äußerst emotional ist und bitte um eine sachliche Diskussion. Man kann dazu unterschiedlicher Meinung sein, aber es sollte nicht persönlich werden. Ich will nicht, dass da ein Bruch innerhalb Holzburgs entsteht“, sagte Schultheiß. Drei Jahre habe man an der Satzung gearbeitet, eingeführt wurde sie im Juni vergangenen Jahres. Der Gemeindevorstand empfahl, die Satzung so zu belassen.

Ulrich Hermann transportierte den Vorschlag des Ortsbeirates. Der wünsche sich, dass die Satzung dahin gehend geändert werde, dass das Anbringen von Kreuzen oder Bibeln auf den Steinen erlaubt werde, und zwar in einer Höhe von 30 Zentimetern.

Der Vorsitzende der Gemendevertretung, Martin Michel, erklärte, dass er den Wunsch der Bürger, den Friedhof zu gestalten, nachvollziehen könne, sagte aber: „Unser Arbeitsauftrag ist es, insbesondere im Bereich der Friedhöfe die Kosten unter Kontrolle zu halten.“

Andreas Frisch schlug vor, die Gestaltungssatzung in eine Gestaltungsordnung zu überführen. Mit 12 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen einigten sich die Gemeindevertreter auf eine gemeinsame Änderung der Friedhofssatzung. Bis zum 31. Dezember 2015 soll an dem Papier gearbeitet werden.

Erneut Thema war der geplante Windpark: Hier lag ein Antrag auf Rücknahme des Beschlusses vor. „Mitglieder des Gemeindevorstandes und ich haben mit den Bewohnern der Eggenhöfe gesprochen“, erläuterte Andreas Schultheiß. Man könne die Bedenken nachvollziehen, halte aber am Beschluss vom 25. April fest.

Die UWG und die SPD-Fraktion schlossen sich der Empfehlung, die Realisierung des Windparks voran zu treiben, an. Insgesamt sprachen sich acht Fraktionsmitglieder dafür aus, es gab zwei Nein-Stimmen sowie vier Enthaltungen.

Nicht ausreichend informiert fühlte sich der Ortsbeirat Holzburg beim Thema Kindergartenbus: Ulrich Hermann hatte Widerspruch eingelegt. Schultheiß teilte mit, dass man hierzu eine Rechtsauskunft beim Städte- und Gemeindebund eingeholt habe. Aus dem Protokoll gehe hervor, dass rechtzeitig informiert worden sei. Hermann erklärte: „Es hat keine Aufforderung einer Stellungnahme gegeben.“ Man einigte sich darauf, das Thema in der kommenden Sitzung nochmal zu diskutieren.

Von Sandra Rose

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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