Freizeit im Garten

Ehepaar Duschek fühlt sich im Freiluftwohnzimmer in Schrecksbach wohl 

+
Stressfrei: Für Eduard Duschek (61) und Claudia Friebe (50) ist der Garten Ausgleich zum Beruf. 

Betritt man den Garten von Eduard Duschek und Claudia Friebe empfangen einen Rosenduft und plätscherndes Wasser.

Auf dem Weg zum großen Gartenteich begrüßt der Froschkönig aus Grimms Märchen die Besucher mit seiner Wasserfontäne. Ab und zu quakt auch ein echter Frosch am Wasserrand und zeigt, dass er sich im Garten es Schrecksbacher Ehepaars wohlfühlt.

Bei der großen Hitze würden auch Vögel den Teich gerne annehmen, erzählt der 61-Jährige und berichtet von dreißig bis vierzig gefiederten Besuchern: „Wir hatten sogar schon einen Reiher hier.“

Das Polizistenehepaar baute 2013 neu und nutze die sich bietenden Möglichkeiten für die Gartengestaltung. Im Gegensatz zu den vorherigen Gärten habe man Ballast abgeworfen, sagt Duschek und fügt lächelnd an: „Wie alles aussehen sollte, ist schon vorher im Kopf entstanden. Im Garten ist man aber nie fertig, da man immer etwas sieht.“

Wichtig war den beiden Gartenfreunden Wasser: Blickfang auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück ist daher der rund 15 Quadratmeter große und 1,4 Meter tiefe Teich mit Wasserspielen und Bachlauf. Das kleine Gewässer ist mit Zierkies eingefasst und fügt sich harmonisch in die Blumenbeete Richtung Straße ein. Ein offener Pavillon lädt zum Verweilen ein. Fische gibt es keine, dafür bietet das kühle Nass vielen Insekten einen Lebensraum.

Die Schrecksbacher Störche seien bislang noch nicht zu Gast gewesen, sagt Eduard Duschek und zeigt schmunzelnd auf das Storchennest auf dem großen Schornstein der Gärtnerei.

Auf einer Bank kann man verweilen.

Neben dem naturbelassenen Gartenteich bestimmen Blumen und Rosen in allen Variationen das Bild. Über all auf dem Garten finden sich kleine liebevoll arrangierte Details. Balken aus Fachwerkhäusern dienen als Rankhilfe und in alten Sandsteintrögen wachsen Pflanzen. Einige im Garten verteilte Skulpturen runden das Gesamtbild ab.

Im Garten blühe es ab Frühjahr bis in den Herbst hinein, freut sich Claudia Friebe: „Los geht es mit Tulpen und Narzissen und den Abschluss machen dann die Sonnenblumen.

Kaum Baumarktpflanzen, dafür Rosen aus England

Unangefochtene Königin unter der Blumen ist aber die Rose in allen Variationen. Es seien sicher rund 50 Rosenstöcke, schätz Ehemann Eduard Duschek: „Die Rosen macht meine Frau, die hat dafür ein Händchen.“ Baumarktpflanzen kommen für die Schrecksbacher nur im Notfall in die Erde. Sie würden sich die Rosen aus dem Rosendorf Steinfurth zuschicken lassen, sagt Eduard Duschek: „Wir haben aber auch schon Rosen in England bestellt.“

Auch wenn der Garten pflegeleicht angelegt ist, Arbeit macht er trotzdem. Im Hochsommer benötigen Duschek und Friebe rund eineinhalb Stunden, um die Pflanzen zu gießen. Das Wasser dafür kommt nicht aus dem Hahn, sondern aus zwei Zisternen mit einem Fassungsvermögen von rund 12 000 Liter. „Die Zisternen werden durch die Dachrinne gespeist“, erklärt der 61-Jährige. Zur Gartengestaltung habe er gut 30 Pkw-Anhänger mit Feldsteinen geholt.

Platz an der Straße: Die beiden Schrecksbacher pflegen auch ein Stück Gemeindefläche. 

Besonders stolz ist der Schrecksbacher auf seine Gartenmauer aus Backsteinen und den alten Zaun. Die Steine habe er aus Röllshausen geholt, erinnert sich Eduard Duschek: „Der Zaun habe ich bei einem Schrotthändler gefunden.“ Um ein stimmiges Gesamtbild zu bekommen, pflegt und gestaltet das Ehepaar auch ein angrenzendes Gemeindegrundstück. „So hat die Gemeinde damit keine Arbeit“, erklärt der Polizist mit dem grünen Daumen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.