Schrecksbacher Elektrobetrieb organisiert Hilfstransport

Stromkästen für Krisenregion

Verschiedenste Elektromaterialien wurde am Sammelplatz in Niederzissen genauestens inventarisiert.
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Verschiedenste Elektromaterialien wurde am Sammelplatz in Niederzissen genauestens inventarisiert.

„Wir haben die Bilder der Hochwasserverwüstungen im Fernsehen gesehen und gesagt: Da müssen wir was tun“, sagen die beiden Elektromeister Michael und Jannick Eul, die vergangenen Mitttwoch einen Anhänger mit verschiedensten Elektromaterialien in die Nähe des Krisengebietes gefahren haben.

Schrecksbach – Die Elektroinnung Ahrweiler hatte in den sozialen Medien einen Aufruf gestartet und Elektrobetriebe um Materialspenden gebeten. Vor allem Baustromkästen, Kabel, Erdungsstäbe und Verteiler wurden gesucht. „Wir haben einen Teil unserer Firmenreserve abgegeben. Ob, wann und wie wir die Gerätschaften wiedersehen, ist ungewiss. Das ist für uns aber auch nicht wichtig“, sagen Vater und Sohn.

Michael und Jannick Eul haben auch ihre Innungskollegen um Spenden gebeten.

Die beiden haben über die örtliche Innung auch bei weiteren Berufskollegen um Materialien anfragen lassen und so spendeten auch Markus Knoch von Elektro Rieper Ziegenhain und Manfred Gramich von Elektro Gramich, Borken-Lendorf, Elektrozubehör. Alles zusammen wurde in einem großen Anhänger verstaut und zu einem Sammelplatz der Elektroinnung Ahrweiler in Niederzissen gebracht.

Auf 40 Kilometern alles zerstört

All ihre Mitbringsel wurden genauestens inventarisiert, dass, sofern es zu einer Rückgabemöglichkeit kommen sollte, die Besitzer wieder ausfindig gemacht werden können. „Im Katastrophengebiet selbst waren wir nicht, aber die Bilder aus dem Fernsehen und die Erzählungen der Menschen an der Annahmestelle reichten uns völlig. Auf einer Strecke von 40 Kilometern entlang der Ahr ist ja alles komplett zerstört“, so Jannick Eul.

Schon auf der Fahrt in die 200 Kilometer entfernt gelegene Region hätten sie unzählige Hilfskonvois des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerkes ausmachen können: „Die vielen Hilfsfahrzeuge zu sehen, war schon beeindruckend“, berichten sie. Allein einer ihrer Baustromkästen könnte im Notbetrieb etwa zehn Haushalte mit Strom versorgen. „Vielleicht nur ein kleiner Beitrag im Gesamten, aber für den Einzelnen ganz bestimmt eine große Hilfe“, meinen Michael und Jannick Eul. (Regina Ziegler-dörhöfer)

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