Schuhhersteller Rohde: Kündigung für 130 Mitarbeiter

Ziegenhain. Was sich in der vergangenen Woche angekündigte, wurde am Montag bittere Wahrheit: 130 Mitarbeiter des Schwalmstädter Schuhherstellers Rohde erhielten ihre Kündigung. Am Donnerstag hatte die Geschäftsleitung mitgeteilt, die Produktion in Schwalmstadt einzustellen und ins Ausland zu verlagern.

Entgegen erster Angaben sind nicht nur Vollzeit- sondern auch Teilzeitstellen betroffen. Deshalb bleibt insgesamt 130 Menschen nicht mehr als der Weg zum Arbeitsamt. Die Stichworte Hoffnung und Verzicht hätten über den vergangenen fünf Jahren gelegen, am Ende stehe für viele doch nur der Verlust des Arbeitsplatzes, erklärte Ute Langstädtler, Vorsitzende des Betriebsrats.

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„Wenn plötzlich Namen vorliegen, bleibt nur noch Emotion“, erklärte Langstädtler. In den vergangenen Tagen verhandelte der Betriebsrat mit der Unternehmensleitung über Interessenausgleich und Sozialplan. Inhaltlich wollte sich die Betriebsratsvorsitzende gestern dazu nicht äußern. Es bleiben 130 Menschen, die es nach Angaben der Betriebsratsvorsitzenden hart trifft: Durchschnittlich arbeiteten sie 27 Jahre im Unternehmen, das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre. Doppelter Verlust Der Verlust des Arbeitsplatzes trifft manche besonders hart. Ihren Job verlieren Ehepaare, Alleinerziehende, Alleinstehende. „Da wird man nie einen sozialen Weg finden“, sagte Langstädtler.

Aktualisiert um 16.05 Uhr.

Das Schlimmste sei die Enttäuschung der Mitarbeiter über die Gesellschafter. Dennoch hätten auch Gutachter, die der Betriebsrat beauftragt hatte, angesichts der vorliegenden Geschäftszahlen die wirtschaftliche Notwendigkeit dieses Schrittes bescheinigt, sagte Langstädtler.

Von Sylke Grede

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