1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt

Kreis erwartet 3000 Geflüchtete – Notunterkünfte entstehen in Turnhallen

Erstellt:

Von: Sylke Grede

Kommentare

164 Feldbetten stehen in der Antreffhalle
Die Antreffhalle im Willingshäuser Ortsteil Merzhausen steht als Notunterkunft für ukrainische Kriegsflüchtlinge bereit. 164 Feldbetten wurden am Wochenende aufgebaut. © Gemeinde Willingshausen

Als erste Kommune im Landkreis meldet Willingshausen betriebsbereite Notunterkünfte für ukrainische Flüchtlinge. Der Schwalm-Eder-Kreis erwartet in naher Zukunft einen Zustrom von bis zu 3000 Ukrainern.

Alle Willingshäuser Ortsteilfeuerwehren sowie Helfer des DRK waren über das Wochenende im Einsatz, um die Antreffhalle in Merzhausen und das Dorfgemeinschaftshaus in Loshausen für die Ankunft von Menschen aus der aus der Ukraine vorzubereiten.

Bereits in den vergangenen Tagen wurde in Willingshausen ein Einsatzstab gebildet, der wird ergänzt von einem Verwaltungsstab im Rathaus. Laut Bürgermeister Luca Fritsch habe man sich für die Halle in Merzhausen und das DGH in Loshausen entschieden, weil dort die Rahmenbedingungen – sanitäre Einrichtungen und Küchen – stimmen. Die Antreffhalle zählt zu den größten Hallen im Schwalm-Eder-Kreis. Sie dient als Turnhalle, wird aber auch für Veranstaltungen genutzt. In der Antreffhalle stehen seit Sonntagabend 164 Feldbetten bereit, in Loshausen weitere 25. 100 Feldbetten stammen aus Beständen der Gemeinde Willingshausen, mit weiteren unterstützte die Gemeinde Schrecksbach. Grundsätzlich werden alle in Willingshausen ankommende Schutzsuchenden auf das Corona-Virus getestet. Das Dorfgemeinschaftshaus in Loshausen sollen nach Angaben von Fritsch Menschen untergebracht werden, die positiv auf das Virus getestet werden.

Die Firma Heidelmann aus Schwalmstadt stellte nach Angaben des Bürgermeisters einen Sattelauflieger zur Verfügung, in dem Teile der Spenden, wie in der nahen Rotkäppchenschule, gelagert werden. Zudem sollen in der Schule auch Mitarbeiter der Ausländerbehörde unterkommen, so Fritsch.

Auch über die Versorgung der Menschen haben sich die Willingshäuser Gedanken gemacht. Fritsch geht davon aus, dass bis zu 200 Mahlzeiten täglich benötigt werden, das werde eigenständig aus der Gemeinde organisiert. Der Bürgermeister rechnet noch in dieser Woche mit der Ankunft erster Flüchtlinge.  

Von Sylke Grede

Auch interessant

Kommentare