Theologe Thorsten-Marco Kirschner mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Schwälmer Ordensträger

Ausgezeichnet: Bundesverdienstkreuzträger Thorsten-Marco Kirschner mit der Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, Daniela Schadt, bei der Verleihung in Schloss Bellvue. Foto: privat/nh

Allendorf/L. Für ihr gesellschaftliches Engagement hat Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag 24 ehrenamtlich engagierte junge Menschen im Alter zwischen 21 und 34 Jahren ausgezeichnet. Unter den frisch gebackenen Verdienstkreuzträgern ist auch ein Schwälmer: Thorsten-Marco Kirschner erhielt den Verdienstorden in einer Feierstunde im Schloss Bellevue in Berlin.

Kirschner, 34 Jahre alt, wurde 1980 in Ziegenhain geboren, aufgewachsen ist er im Schwalmstädter Ortsteil Allendorf. Nach dem Abitur studierte er zunächst Evangelische Theologie in Marburg, Amsterdam und Berlin. Anschließend studierte Kirschner afrikanische Religion und Theologie im südafrikanischen Pietermaritzburg. Sein Vikariat absolvierte er von 2010 bis 2012 in Künzell bei Fulda.

Junge Menschen gesucht

„Ich war sehr überrascht, als ich vor etwa sechs Wochen einen Brief vom Bundespräsidialamt erhielt mit der Nachricht, dass ich für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen wurde“, sagte Kirschner im Gespräch mit der HNA.

Bundespräsident Gauck hatte gezielt nach jungen Menschen gesucht, die sich „im Dienst der guten Sache besonders verdient gemacht haben“. Schon seit seiner Schulzeit engagiert sich der heute in Berlin lebende Theologe auf sämtlichen politischen Ebenen.

Soziales Engagement

Sein soziales Engagement begann Kirschner 1994 bei der Behindertensportgemeinschaft Kellerwald Zwesten, später engagierte er sich zudem bei den Jungen Europäischen Föderalisten, in der Initiative Solidarische Welt und im Koordinationsteam More Ecumenical Empowerment Together. Seine Begeisterung für Euopapolitik habe er seinem ehemaligen Politiklehrer an der Melanchthon-Schule Steinatal zu verdanken. „Er hat mich immer motiviert und dafür begeistert, mich mehr mit Europapolitik zu beschäftigen.“

Als Vorsitzender des Landeskonvents vertrat Kirschner zudem die Interessen der Theologiestudenten gegenüber der Kirchenleitung und dem Landeskirchenamt. Seit 2012 ist er Ehrenamtlicher Beauftragter für den Dialog mit politischen Jugendverbänden beim Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche, Prälat Dr. Martin Dutzmann.

Forscht in Marburg

Seit vergangenem Jahr forscht Kirschner am Hans-von-Soden-Institut in Marburg. Dort arbeitet er aktuell an einer wissenschaftlichen Arbeit über das Verhältnis von Staat und Kirche in Deutschland aus Sicht parteipolitischer Jugendverbände.

Den Bezug zu seiner Heimat hat Kirschner trotz seines neuen Wohnsitzes in Berlin nie verloren. „Meine Familie, die ich oft besuche, lebt in Frankenhain und Allendorf. Auch beruflich bin ich häufig in Marburg und Umgebung unterwegs.“ HINTERGRUND

Von Daniel Göbel

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