Jungvögel auf dem Weg nach Süden

100 Störche rasteten in den Schwalmwiesen

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Fraßen sich satt: Leser Sven Orth aus Niedergrenzebach gelang dieses Bild mit einer verblüfften Kuh. 

Schwalm. So etwas gab es in der Schwalm noch nie: Eine riesige Gruppe von Weißstörchen hat am Mittwochabend Station gemacht in den Schwalmwiesen. Zwischen Loshausen und Riebelsdorf hat Heinz Stübing (Ziegenhain) 94 Tiere gezählt.

„Kann sein, dass es zwei mehr oder weniger waren“, berichtete der Vogelkundler im Gespräch mit unserer Zeitung. Jedenfalls hat der 79-Jährige, der von Jugend an die Vogelwelt beobachtet, so etwas noch nie gesehen. Die „Wandergesellschaft“ sei nochmals deutlich größer gewesen als die, die 2015 mit 50 bis 60 Exemplaren in den Auwiesen Ziegenhain gesichtet worden war.

Viele Menschen wurden natürlich aufmerksam auf die Reisenden, posteten Fotos auf Facebook oder informierten Interessierte, die vor Ort eilten. Einige Leser schickten uns Fotos, vielen Dank dafür.

Heinz Stübing erhielt den Hinweis von einem Bekannten und fuhr gegen 17 Uhr raus. „Es waren zu 85 Prozent Jungstörche, so etwas habe ich wirklich zum ersten Mal im Leben verfolgt.“ Übernachtet haben die Gäste auf Hausdächern der umliegenden Dörfer.

Zum Hintergrund erläuterte Stübing, dass voriges Jahr etwa 1000 Weißstörche in Hessen „ausflogen“, die Anzahl am Mittwochabend mithin wirklich stattlich war. Klar sei, dass die Tiere gen Süden unterwegs sind, die ersten Schwälmer Jungstörche sind wie berichtet am Wochenende aufgebrochen. Dabei waren sie wenige Tage später dran als vor einem Jahr, als der erste Abflug am 29. Juli war.

In welcher Konstellation und wohin genau die Wanderer weiterziehen, könne man nicht genau sagen, so Heinz Stübing. Sicher sei aber natürlich, dass die Größe der Gruppe einen „erfreulichen Aufwärtstrend“ in den Storchenbeständen anzeige. Foto: Archiv

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