393 neue Wohnungen im Jahr 2017

Experten mahnen: Im Schwalm-Eder-Kreis wird zu wenig gebaut 

Schwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis haben Bauherren 2017 insgesamt 171,2 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. Trotzdem gibt es Kritik.

393 Neubauwohnungen sind im Jahr 2017 im Schwalm-Eder-Kreis entstanden – 246 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern, der Rest in größeren Wohngebäuden. Das berichtet das Verbändebündnis Wohnen, zu dem sich die Baugewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (BAU), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) zusammengeschlossen haben.

Das Bündnis beruft sich auf die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts, für 2018 liegen noch keine Daten vor.

„Insgesamt haben die Bauherren im Schwalm-Eder-Kreis demnach im vergangenen Jahr 171,2 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Schwalm-Eder-Kreis seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will“, sagt Hans-Joachim Rosenbaum, Regionalleiter der IG BAU. 

Mehr neue Wohnungen als 2016

Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen sei die einzig effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Hessen betroffen sei. Und gerade für den sozialen Wohnungsbau müsse mehr getan werden.

2016 waren im Landkreis mit 365 etwas weniger Wohnungen neugebaut worden als im vergangenen Jahr, die Investitionssumme betrug 119 Millionen Euro. 2015 waren es 223 Wohnungen und 72,2 Millionen. Eine Aufschlüsselung nach Kommunen gibt es nicht. 

Die meisten Wohnungen dürften in Schwalmstadt, Fritzlar, Melsungen und Homberg gebaut worden sein, wo bisher die größten Bestände zu verzeichnen waren.

Laut Statistischem Landesamt gab es Ende 2017 insgesamt 87.341 Wohnungen im Schwalm-Eder-Kreis. Davon 8647 in Schwalmstadt, 6920 in Fritzlar, 6844 in Melsungen und 6753 in Homberg.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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