Kosten werden vom Land übernommen

Landschaft um die Schwalm in Treysa wird 2018 umgestaltet

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Mit Altarmen, Mäander und Mulden: So soll die Schwalm zwischen Ziegenhain und Treysa im Spätsommer 2018 auf 700 Metern naturnah umgestaltet werden. Rechts der Zufluss der Grenzebach, im Hintergrund Treysa.

Schwalmstadt. Fünf Hektar der Landschaft im Rückhaltebecken oberhalb von Treysa werden 2018 entlang der Schwalm zu einem naturnahem Gelände mit einer Flussschlinge umgebaut. 

Der Wasserverband Schwalm hat dazu eigens acht Hektar Land angekauft, extensiv bewirtschaftet werden die Ländereien aber weiterhin, zumindest zum größten Teil.

Finanziell ist bereits alles in trockenen Tüchern, berichtete Peter Kugler, Betriebsleiter des Wasserverbandes Schwalm, vor interessierten Landwirten, Naturschützern und Mandatsträgern außerdem. Der Wasserverband hat bereits einen Vertrag mit dem Land Hessen unterzeichnet, ein Ingenieur des Planungsbüros WAGU (Wasserwirtschafts- und Landschaftsbau, Kassel) und Experten vom Regierungspräsidium Kassel und dem Homberger Bodenmanagement sind eingeschaltet. Die Kosten werden zu 100 Prozent vom Land übernommen, denn das Rückhaltebecken Treysa-Ziegenhain ist gleichzeitig Natura 2000-Vogelschutzgebiet.

Denn den Hintergrund bieten das Wasserhaushaltsgesetz und die geforderte Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Kurz gesagt geht es um die nachhaltige Verbesserung der Fließgewässerstrukturen. Wie das aussehen kann, zeigt das schon abgeschlossene Projekt bei Loshausen, wo in den Bereich der Grenffmündung in die Schwalm 220 000 Euro investiert wurden und heute wieder das Bild einer natürlichen Flusslandschaft zu sehen ist.

Die Schwalm in ihrem Lauf zwischen Loshausen und darunter bis nach Treysa ist dagegen alles andere als naturnah, unterstrich Peter Kugler. Die Wasserqualität der Schwalm werde zwar als mäßig bis gering belastet eingestuft. Die Anlage des Laufs werde nach den Bewertungsstandards aber deutlich schlechter bewertet. 

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