Wegen zunehmender Belastung

Feuerwehren aus dem Schwalm-Eder-Kreis ziehen sich aus Wettkämpfen zurück

Schwalm-Eder. Durch Einsätze und Ausbildung sind die Feuerwehren in der Region derzeit stark ausgelastet. Für Wettbewerbe untereinander bleibt deshalb wenig Zeit.

Die Feuerwehren der Region sind immer stärker gefordert. Ausbildung und Einsätze verlangen den Brandschützern einiges ab. Dazu kommt der Wandel im Freizeitverhalten der Feuerwehrleute – all das hat Auswirkungen auf die Feuerwehrwettbewerbe in der Region, denn deren Teilnehmerzahlen gehen zurück.

Exemplarisch der jüngste Kreisentscheid der Feuerwehren des Schwalm-Eder-Kreises. In diesem Jahr kamen 43 Mannschaften nach Ziegenhain. Auf den ersten Blick eine ansehnliche Zahl, aber die Statistik zeigt, dass immer weniger Feuerwehren mitmachen – 2011 gingen noch 56 Mannschaften an den Start. 

Grund fürs nachlassende Interesse sei die zunehmende Belastung mit Einsätzen und Ausbildung, vermutet Kreisbrandinspektor Torsten Hertel. „Die Wehren müssen im Vergleich zu früher wesentlich vielfältigere Aufgaben bewältigen.“

Auch gesellschaftliche Veränderungen sind relevant

Für Markus Böse, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Ziegenhain, spielen auch gesellschaftliche Veränderungen eine Rolle: „Privatleben hat einen immer höhren Stellenwert. Freizeit wird mit der Familie verbracht.“

All diese Veränderungen bedeuten weniger Zeit für die Leistungsübungen. Dabei orientiert sich der Wettbewerb am Einsatzalltag und ist für alle Feuerwehren gleichermaßen geeignet. Gefragt sind Geschicklichkeit und Köpfchen: Im praktischen Teil des Wettbewerbs müssen die Feuerwehrleute einen Menschen aus einem Gebäude retten und anschließend einen fiktiven Brand innerhalb einer vorbestimmten Zeit bekämpfen. Im theoretischen Teil gilt es einen Fragebogen zu beantworten.

Die bei der Übung geforderten Tätigkeiten seien Standardvorgehensweisen, die so auch bei alltäglichen Einsätzen vorkommen, sagt KBI Torsten Hertel. „Jeder, der einen Grundlehrgang oder eine Truppführerausbildung hat, sollte sie beherrschen.“

Rubriklistenbild: © Rico Lb - Fotolia

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