Mehr Personal in Containern

Schwalm-Eder: Gesundheitsamt verstärkt Team

Nachverfolgung der Kontaktpersonen läuft: Tobias Heipel (hinten sitzend) und René Petzold (vorn) unterstützen seit Beginn der Corona-Pandemie das Team von Dr. Ulrich Klinge (Leiter des Gesundheitsamtes, stehend) im Gesundheitsamt.
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Nachverfolgung der Kontaktpersonen läuft: Tobias Heipel (hinten sitzend) und René Petzold (vorn) unterstützen seit Beginn der Corona-Pandemie das Team von Dr. Ulrich Klinge (Leiter des Gesundheitsamtes, stehend) im Gesundheitsamt.

Im Schwalm-Eder-Kreis haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie 527 Menschen infiziert. Das ist laut der Kreisverwaltung der Stand von Montagnachmittag.

Damit haben sich binnen einer Woche neun Menschen mit dem Virus angesteckt, aktuell gibt es 15 Infizierte im Kreis. Gestorben sind insgesamt 37 Menschen, 475 sind aus der Quarantäne entlassen.

Eine zentrale und wichtige Rolle spielen in der Pandemie die Gesundheitsämter: Hier müssen die politischen Vorgaben der Bundes- und Landesregierung koordiniert und umgesetzt werden.

Dies betrifft auch die personellen Anforderungen für die Kontaktpersonennachverfolgung, nach denen der Schwalm-Eder-Kreis das Gesundheitsamt personell verstärken muss, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Personalbedarf ist gestiegen

Ein Bund-Länder-Beschluss regelt, dass pro 20 000 Einwohner fünf zusätzliche Mitarbeiter für die personelle Unterstützung bei der Kontaktpersonennachverfolgung in den Gesundheitsämtern der Landkreise zur Verfügung stehen müssen. Für den Landkreis mit etwa 180 000 Einwohnern bedeutet dies einen zusätzlichen Personalbedarf von 45 Mitarbeitern.

Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Kontaktpersonennachverfolgung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus prompt und vollständig erfolgen kann. In einem Schreiben an den Hessischen Landkreistag (HLT) weist der Hessische Sozialminister Kai Klose auf die Dringlichkeit sowie Unerlässlichkeit der Umsetzung des Bund-Länder-Beschlusses hin. 

Im selben Schreiben wird weiter erklärt, dass aus Sicht des zuständigen Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration in den Gesundheitsämtern landesweit in den zurückliegenden Jahren ein Stellenrückgang zu verzeichnen ist. „Wir werden die Aufgaben bestmöglich erfüllen. Allerdings können wir die Aussage des Sozialministeriums nicht nachvollziehen, dass der Personalbestand in den Gesundheitsämtern in den vergangenen Jahren deutlich reduziert wurde. Dies ist bei uns nicht der Fall und ist somit falsch“, erklären Landrat Winfried Becker und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

Arbeit zahlt sich aus

Der Schlüssel zur Eindämmung sei die Ermittlung und unter Quarantänestellung der Kontaktpersonen der Erkrankten. Die aktuelle Situation und der Rückgang der Infektionszahlen zeigten, dass sich die Arbeit im Gesundheitsamt des Kreises auszahle.

Die Krise sei jedoch trotz der aktuellen Erfolge nicht überwunden. Weitere Beschäftigte aus allen Bereichen der Kreisverwaltung, aber auch externe Unterstützer, würden im Gesundheitsamt eingesetzt. Neue Büroflächen entstanden laut Kreis in vier Containern, in denen acht Menschen arbeiten.

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